Wort des Jahres 2018 steht fest und stiftet große Verwirrung - Was ist das eigentlich?

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Der Wunsch nach einem Abitur ist unterschiedlich stark ausgeprägt, zeigen Zahlen des Kultusministeriums.

Unsere Redaktion kennt die Zahlen

Übertritt aufs Gymnasium ist je nach Landkreis sehr unterschiedlich

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Beim Übertritt aufs Gymnasium gibt es nach wie vor eine große regionale Spreizung. Das zeigen Zahlen, die das Kultusministerium auf Anfrage des Münchner Merkur mitgeteilt hat.

München – Rund 60 Prozent der Viertklässler im Landkreis München gehen nach der 4. Klasse aufs Gymnasium – das sind 20 Prozent mehr als im bayernweiten Durchschnitt. In einzelnen Orten, etwa Grünwald oder Gräfelfing, liegt die Übertrittsquote sogar bei bis zu 85 Prozent. Für das Kultusministerium sind die Zahlen ein Anlass zur Warnung: „Bildungserfolg beschränkt sich nicht auf Gymnasium und Abitur“, erklärte Sprecherin Carolin Völk.

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hatte jüngst in Starnberg davor gewarnt, Schüler einem zu hohen Erwartungsdruck auszusetzen. Der Landkreis sei dafür bekannt, „dass die Eltern schnell mit einem Anwalt bei der Hand sind“, sagte die BLLV-Kreisvorsitzende Katharina Baur. Im BLLV kursiert die Vermutung, dass im Starnberger Raum 90 Prozent der Schüler auf Realschule oder Gymnasium gehen. Ganz so hoch ist die Zahl zwar nicht, gleichwohl ist die Quote im Landkreis Starnberg überdurchschnittlich: 55 Prozent der Viertklässler wechseln aufs Gymnasium, etwa weitere 20 Prozent auf die Realschule.

In anderen Landkreisen Oberbayerns ist die Übertrittsquote aufs Gymnasium hingegen sehr viel geringer: im Landkreis Weilheim-Schongau rund 35 Prozent, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen rund 38 Prozent, im Kreis Freising sowie Rosenheim je rund 37 Prozent. Traditionell eine Domäne der Realschule ist der Landkreis Mühldorf, wo nur rund 30 Prozent der Viertklässler aufs Gymnasium wechseln. Generell zeigt sich eine Stadt-Land-Kluft: In den Städten ist der Wechsel aufs Gymnasium traditionell etwas überdurchschnittlich, wie Zahlen aus München (53 Prozent), Bamberg (54 Prozent) oder Nürnberg (43 Prozent) zeigen. In ländlichen Landkreisen wie Cham (28 Prozent) oder Neumarkt in der Oberpfalz (26 Prozent) sind die Quoten schwach, was wohl auch am Problem mangelnder Erreichbarkeit der Schulen liegt.

In Bayern ist der Übertritt im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern nicht freigegeben. Forderungen, das zu ändern, hat das Kultusministerium in der Vergangenheit stets abgelehnt. Eltern haben aber mehr Beratungsmöglichkeiten, als es früher der Fall war. 

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