Flucht vor Bomben: Mütter mit Kindern erreichen Bayern und „realisieren langsam, dass sie in Sicherheit sind“

Sie fliehen vor Putins Bomben und dem Krieg in der Ukraine. Zahlreiche Mütter erreichen mit ihren Kindern ein Ankerzentrum in Bayern. Sie sind in Sicherheit.
Bamberg - Der zu einem Krieg eskalierte Ukraine-Konflikt vertreibt viele Menschen aus ihrer Heimat. Sie flüchten vor Bomben und Rakete aus der Ukraine. Einige der Flüchtlinge kommen im Ankerzentrum in Bamberg an, so auch am Donnerstag (17. März). Darunter sind viele Mütter mit ihren Kindern. Sie werden kurz registriert und mit Essen und Schlafmöglichkeiten versorgt.
Ukraine-Flüchtlinge in Bayern: „Es ist nie Routine, es sind immer Menschen die hier ankommen“
„Es ist nie Routine, es sind immer Menschen die hier ankommen“, berichtet Stefan Krug von der Regierung von Oberfranken gegenüber News5.
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Ukraine-Flüchtlinge traumatisiert: „Die waren jetzt eine Woche im Keller unter Bomben“
Gennadij Fedorov, der aus der Ukraine stammt und mit 13 Jahren nach Deutschland kam, bringt als privater Helfer selbst Menschen in Sicherheit. Die Frau, Kinder und Schwiegermutter eines Kindheitsfreundes hat er bei sich selbst zuhause aufgenommen. Die anderen Familien bringt er ins Ankerzentrum oder in Notaufnahmeeinrichtungen. Die Menschen kommen aus der stark umkämpften Region Charkiw - der Partnerstadt von Nürnberg. „Die waren jetzt eine Woche im Keller unter Bomben. Die Keller dort sind anders als die in Deutschland, es ist nicht so, dass man sich da hinlegen und schlafen kann. Die sind schon etwas traumatisiert“, erzählt Fedorov News5.
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Doch trotz der schwierigen Umstände ist bei einigen Flüchtlingen ein Lächeln zu entdecken. „Die Menschen realisieren langsam, dass sie in Sicherheit sind“, so Krug. (kam)
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