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Ein Bild der Verhandlung vom Nürnberger Kriegsverbrecherprozess.

Umbau für "Memorium Nürnberger Prozesse" fertig

Nürnberg - Der Umbau des geplanten Museums zu den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen ist abgeschlossen.

Schon in der nächsten Woche sollen die ersten Ausstellungsstücke der Informations- und Erinnerungsstätte “Memorium Nürnberger Prozesse“ in das umgestaltete Justizgebäude der Stadt einziehen. Darunter sind zwei der originalen Anklagebänke, auf denen sich nach dem Zweiten Weltkrieg hochrangige Vertreter des Nationalsozialismus für ihre Verbrechen verantworten mussten.

Der noch immer als Prozesssaal genutzte Saal 600 wird den Besuchern künftig regelmäßig offen stehen. An Verhandlungstagen ermöglichen Fenster einen Blick auf die massiven Anklagebänke. “Wir haben an diesem Ort ein spezielles Phänomen“, erläuterte Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) am Mittwoch. “Hier hatten wir die Besucher, bevor es das Museum gab. Das ist eine Abstimmung mit den Füßen, die beweist, dass es der historische Ort der Geschichte ist, was die Menschen anlockt.“ In den vergangenen zehn Jahren gab es deshalb bereits provisorische Führungen.

Nun wird alles professioneller: Auf rund 750 Quadratmetern können sich Besucher künftig im frisch ausgebauten Dachstuhl des Justizpalastes über den Haupt- und die Nachfolgeprozesse informieren. Auch deren Auswirkungen bis in unsere Zeit werden thematisiert - so gingen die Nürnberger Prinzipien in das Völkerrecht ein, der irakische Diktator Saddam Hussein wurde auf dieser Grundlage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Die Ausstellung setzt dabei nicht nur auf die beeindruckende Ausstrahlung des historischen Ortes, sondern auch auf viele Filmausschnitte. “Die Prozesse selbst sind sehr gut medial dokumentiert“, erläuterte Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) bei der Schlüsselübergabe an die Stadt. Das Memorium soll am 21. November als Einrichtung der Museen der Stadt Nürnberg offiziell eröffnet werden.

dpa

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