Ergebnisse nach Rom geschickt

Umfrage des Vatikans verdeutlicht große Kluft

Würzburg - Die Kluft zwischen Lehramt und persönlicher Meinung der Katholiken ist groß. Das kam bei einer Umfrage der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema Familie und Sexualmoral heraus.

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hat die Ergebnisse der vom Vatikan initiierten Umfrage zu Familie und Sexualmoral diskutiert. „Der Text wird am Freitag nach Rom geschickt“, sagte der Sprecher der DBK am Dienstag in Würzburg. Zur Frage, ob die Ergebnisse veröffentlicht werden, machte er keine Angaben - zunächst müssten sie weitergegeben werden.

Laienvertreter hatten von den Bischöfen bei der Umfrage Transparenz gefordert. Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ verlangte, die Ergebnisse „ungeschminkt und ungeschönt nach Rom zu geben, aber auch in Deutschland zu veröffentlichen“.

Mit der im Oktober 2013 verschickten weltweiten Umfrage will der Vatikan die Ansichten der Gläubigen zu Familienthemen herausfinden. Papst Franziskus will so vor der Sonderbischofssynode zum Thema Familie im nächsten Jahr ein Stimmungsbild bekommen.

Bislang hatten nur einige Diözesen und Verbände die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht. Dabei war deutlich geworden, dass die Kluft zwischen Lehramt und persönlicher Meinung der Katholiken groß ist. So hatte der Familienbund der Katholiken in Bayern im Dezember mitgeteilt, dass rund 80 Prozent von 1142 Befragten in Verhütung mit Pille und Kondom keine Sünde sehen. Beim Erzbistum Köln hieß es: „Insgesamt wird die Lehre der Kirche als welt- und beziehungsfremd angesehen.“

dpa

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