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Die Josef-Albrecht-Straße in Beratzhausen (Oberpfalz) wird umbenannt.

Umstrittene Nazi-Straße wird umbenannt

Beratzhausen - Die Oberpfälzer Gemeinde Beratzhausen verabschiedet sich zum Jahreswechsel von einer nach einem Nazi-Funktionär benannten Straße.

Der Gemeinderat habe die Umbenennung der Josef-Albrecht-Straße zum 1. Januar mit großer Mehrheit beschlossen, sagte Bürgermeister Konrad Meier (CSU) am Dienstag. Albrecht war einst Kreisleiter der NSDAP und wurde nach Adolf Hitlers Machtergreifung Bürgermeister in Beratzhausen.

Erst 1961 widmete Beratzhausen Albrecht eine Straße, obwohl dessen Nazi-Vergangenheit damals längst nicht vergessen war. In den vergangenen Wochen hatte die Ehrung für den 1938 gestorbenen NSDAP- Mann in dem 5600 Einwohner großen Ort für viele Diskussionen gesorgt. Auch die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, hatte sich wegen einer Umbenennung an die Gemeinde aus dem Landkreis Regensburg gewandt.

Der Gemeinderat hatte sich am Montagabend mit dem Thema befasst. “Die Diskussion war nicht konträr, sondern sachlich“, sagte Bürgermeister Meier der Nachrichtenagentur dpa. Einer der rund 50 Anwohner der Albrecht-Straße habe bei der Sitzung darauf hingewiesen, dass die betroffenen Bürger durch die Umbenennung auch zusätzliche Kosten hätten. Dennoch habe es nur einzelne Gegenstimmen gegeben.

Von 2011 an wird die Josef-Albrecht-Straße nun Staufferstraße heißen. Die Stauffer hatten im Mittelalter bei Beratzhausen eine Burg. Daran erinnert künftig die Straße.

dpa

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