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Die Thüringer Strombrücke: Ein umstrittenes Projekt, das jetzt in Betrieb genommen wird.

Energieversorgung in Bayern

Umstrittene Strombrücke in Betrieb genommen

Redwitz - Sie war höchst umstritten, jetzt wurde sie doch in Betrieb genommen: die Thüringer Strombrücke. Sie wird vor allem für Bayern nach Abschalten der Atomkraftwerke große Vorteile haben.

Eine jahrelang umstrittene Hochspannungsleitung zwischen Ostdeutschland und Nordbayern ist in Betrieb genommen worden. Die sogenannte Thüringer Strombrücke laufe zunächst mit halber Kapazität, sagte eine Sprecherin des bayerischen Wirtschaftsministeriums am Freitag. Auf thüringischer Seite muss der Netzbetreiber 50Hertz noch einen zweiten Stromkreis fertigstellen.

Strombrücke soll Energieversorgung in Bayern sichern

Die Strombrücke soll die Energieversorgung in Bayern nach dem Abschalten der Atomkraftwerke sichern. Dass noch vor dem Jahreswechsel Strom durch die Leitung fließt, gilt als Erfolg. Denn in den Wintermonaten ist die Belastung des Netzes besonders hoch. Ursprünglich war der Start der Leitung für Frühjahr 2016 vorgesehen.

Gegen die rund 160 Kilometer lange Hochspannungsleitung (auch „Südwest-Kuppelleitung“ genannt) zwischen Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Redwitz (Landkreis Lichtenfels) hatten sich Bürgerinitiativen sowie Kommunalpolitiker stark gemacht. Sie gilt als eines der wichtigsten Projekte des Stromnetzausbaus in Deutschland.

Wichtiger Meilenstein der Energiewende

„Die Inbetriebnahme des ersten von zwei Stromkreisen der Strombrücke ist ein wichtiger Meilenstein der Energiewende und ein Zeichen des weiteren Zusammenwachsens von Bayern und Thüringen auch im Energiebereich“, sagte die bayerische Energieministerin Ilse Aigner (CSU) nach Angaben einer Sprecherin.

Die neue Leitung entlastet die bislang einzige Verbindung zwischen Remptendorf (Thüringen) und Redwitz in Oberfranken - laut dem bayerischen Netzbetreiber Tennet eine der deutschlandweit am stärksten von Engpässen bedrohten Leitungen. Damit seien künftig auch weniger teure Eingriffe in das Netz nötig. Tennet bezifferte die dadurch entstehenden Kosten für das laufende Jahr auf rund 500 Millionen Euro, die letztlich von den privaten, gewerblichen und industriellen Verbrauchern getragen würden.

dpa

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