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Umtausch: Jetzt kommen die Socken zurück!

München - Alle Jahre wieder: Am Dienstag hat der Umtausch der Weihnachtsgeschenke begonnen, die wenig Gefallen gefunden oder nicht gepasst haben. Doch die Beschenkten sind zufriedener als erwartet.

Nach einer groben Schätzung des Handelsverbandes Bayern werden im Freistaat in diesen Tagen Geschenke im Wert von gut 600 Millionen Euro umgetauscht.

Dabei ist die Zahl der umgetauschten Kleidungsstücke oder Spielsachen niedriger als von vielen Verbrauchern vermutet. “Es werden höchstens fünf Prozent der Geschenke umgetauscht“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Bayern, Bernd Ohlmann, am Dienstag in München. “Viele Kunden gehen auf Nummer sicher und schenken einen Gutschein oder Bargeld.“ Etwa ein Viertel aller Geschenke wird mittlerweile auf diese Art und Weise abgewickelt. Die Umtauschzahlen seien daher seit Jahren rückläufig.

Wenn nach den Weihnachtsfeiertagen in den Fußgängerzonen der Städte hektische Betriebsamkeit herrscht, ist daran nach den Erfahrungen Ohlmanns nicht allein der Umtausch schuld: “Die Leute lösen ihr Bargeld oder die Gutscheine ein, im Übrigen ist das Gehalt frisch auf dem Konto.“ Wer doch das karierte Hemd gegen ein gestreiftes umtauschen will, stößt in der Regel auf Entgegenkommen des Einzelhandels. Ein Rechtsanspruch auf Umtausch bei Nichtgefallen besteht indessen nicht, wie Ohlmann klar macht.

Die Kaufhäuser und Geschäfte gehen aber überwiegend kulant mit ihren Kunden um und tauschen die Geschenke dennoch um. “Es bleibt dem Kaufmann überlassen, ob er die Ware gegen eine andere umtauscht, eine Gutschrift ausstellt oder den Wert in bar auszahlt“, erklärte Ohlmann, betonte aber das Prinzip der Freiwilligkeit.

Nur bei beschädigter oder fehlerhafter Ware bestehe ein gesetzlicher Anspruch auf Umtausch. Der Händler könne erst anbieten, das Geschenk zu reparieren oder einen Ersatz zu besorgen. “Erst wenn der Anspruch auf Nacherfüllung zweimal erfolglos war, gibt es das Geld zurück“, erläuterte Ohlmann die Gesetzeslage in der Fachsprache. Insgesamt schätzt sein Verband den Umsatz des Weihnachtsgeschäftes 2011 im bayerischen Einzelhandel auf gut 13 Milliarden Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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