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Umweltministerin Ulrike Scharf hat Plänen für neue Skilifte im Allgäu eine Absage erteilt.

"Sensibler Naturraum"

Umweltministerin gegen neue Skilifte im Allgäu

München - Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hat neuen Liftanlagen und Skipisten am Riedberger Horn im Allgäu eine Absage erteilt.

„Die geplante Maßnahme liegt außerhalb der vorhandenen Skigebiete in einem höchst sensiblen Naturraum“, sagte Scharf am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. „Hier leben viele seltene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Arten wie das Birkhuhn.“

Dies habe sie auch dem Heimatministerium mitgeteilt, das derzeit in einem „Zielabweichungsverfahren“ prüft, ob ein Bau neuer Anlagen und die damit verbundene Abweichung vom Alpenplan möglich ist. Auch das Wirtschafts- und das Agrarministerium waren zu Stellungnahmen aufgerufen. Die betroffenen Gebiete liegen laut Alpenplan in der strengsten Schutzzone C.

„Die Alpen sind mit 43 000 Tier- und Pflanzenarten in Europa ein einzigartiges Ökosystem“, betonte Scharf. „Dieser Naturraum braucht besonderen Schutz und muss für dieses Großprojekt tabu sein. Von der hochwertigen Natur lebt auch der sanfte Tourismus in den bayerischen Alpen.“

Das Riedberger Horn im Oberallgäu ist ein beliebtes Ziel für Skitourengeher im Winter und für Wanderer im Sommer. Um für Urlaubsgäste attraktiv zu bleiben, wollen die betroffenen Gemeinden die Skigebiete Balderschwang und Grasgehren mit einem neuen Lift verbinden.

dpa

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