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Die Region soll mehr mitreden: Bei der Regionalkonferenz in Bamberg kündigte Umweltministerin Ulrike Scharf an, im Streit um den Steigerwald die Bürgerbeteiligung stärken zu wollen.

Region soll selbst über Zukunft entscheiden

Umweltministerin Scharf will Streit um Steigerwald beenden

Bamberg - Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) will den jahrelangen Streit um den richtigen Schutz für den Steigerwald beenden.

„Im Steigerwald müssen entstandene Gräben zugeschüttet werden“, sagte sie nach einer Regionalkonferenz am Montag in Bamberg. Im Raum steht nach wie vor eine Bewerbung des Steigerwalds um einen Unesco-Welterbetitel, wobei offen ist, ob der Titel Weltnaturerbe oder Weltkulturerbe angestrebt werden soll.

Nationalpark Steigerwald? Das fordern Naturschützer seit Jahren - bisher jedoch ohne Erfolg.

Naturschützer fordern dagegen seit Jahren den ersten nordbayerischen Nationalpark im Steigerwald, die Staatsregierung lehnt das jedoch ab. Deshalb gibt es zwischen Befürwortern und Gegnern der Nationalpark-Idee seit Jahren heftigen Streit.

Scharf kündigte an, dass eine Lösung in der Region selbst gesucht werden soll: „Wir werden dazu einen regionalen Dialogprozess für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung starten. Wir wollen ein verbessertes Schutzkonzept entwickeln - und zwar gemeinsam mit den Menschen im Steigerwald.“ Weiter sagte sie: „Die Lösung soll drei Dinge ermöglichen: eine gute wirtschaftliche Entwicklung, einen hohen kulturellen Reichtum und einen Schutz der wertvollen Natur. Die Region entscheidet.“

Im Vorfeld der Konferenz am Montag hatten sowohl Gegner als auch Befürworter des Nationalpark-Konzept vor dem Bamberger Landratsamt demonstriert. Sowohl die Grünen als auch die SPD übten heftige Kritik an der Konferenz, an der etwa die Landräte der betroffenen Kreise teilgenommen hatten. Der SPD-Abgeordnete Harry Scheuenstuhl störte sich an der Organisation der Konferenz: „Eine nicht-öffentliche Veranstaltung, deren Teilnehmerliste unbekannt ist, ist kein Mittel zur Problemlösung, sondern eine Farce.“

Ulrike Gote von den Grünen erneuerte ihre Kritik daran, dass ein knapp 800 Hektar großes Schutzgebiet im Steigerwald von der Regierung von Oberfranken wieder aufgehoben worden ist. Scharf stemme sich „mit allen Mitteln gegen den Schutz unserer wertvollen Buchenwälder“.

dpa

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