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Vandana Shiva war zu Besuch bei Minister Söder.

Umweltschützer: Bayern soll gentechnikfreie Region werden

München - Träger des alternativen Nobelpreises haben die bayerische Staatsregierung aufgefordert, den Gentechnikfreien Regionen Europas beizutreten.

"Bayern soll die 50. Region in diesem Verbund werden und die Welt wird feiern", sagte die Preisträgerin von 1993, Vandana Shiva, am Freitag in München nach einem Treffen mit dem bayerischen Umweltminister Markus Söder ( CSU ) in München . "Wir geben uns Mühe, aber es ist schwer, komplett gentechnikfrei zu werden", hatte Söder vor dem Treffen gesagt. Gerade im Bereich der Tier-Futtermittel sei das schwierig. Der Minister sagte, dass Bayern in Deutschland eine "Vorreiterrolle" einnehme, und kündigte an, den Vorschlag zu prüfen.

Der Kanadier Percy Schmeiser, der für seinen langjährigen Kampf gegen die grüne Gentechnik im Jahr 2007 ebenfalls mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, bekräftigte die Forderung Shivas. Die bayerische Staatsregierung solle sich den Forderungen von Gegnern der grünen Gentechnik nicht verschließen. Wer die Agro-Gentechnik nicht verbiete, lasse zu, dass Industriekonzerne gentechnisch veränderte Lebensmittel als Patent anmelden und so absolute Kontrolle über die Lebensmittelreserven der Welt bekommen, warnten die Umweltschützer.

Die Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) kritisierte den Besuch Shivas und Schmeisers bei Söder. "Wir würden uns freuen, wenn Herr Söder auch Gentechnik-Experten aus Wissenschaft und Industrie in Deutschland so intensiv und publikumswirksam Gehör schenken würde", erkärte DIB-Geschäftsführer Ricardo Gent in einer Mitteilung. Die Aussagen der beiden Wissenschaftler seien in Expertenkreisen umstritten.

dpa

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