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Ein Schwarzstorch wurde im Oberallgäu von einem unbekannten Täter abgeschossen.

Wanderer entdeckt toten Vogel

Unbekannter schießt geschützten Schwarzstorch ab

Oberstaufen - Die Tiere sind selten und streng geschützt, das hielt einen schießwütigen Vogel-Hasser nicht davon ab, abzudrücken: Ein Unbekannter hat im Oberallgäu einen Schwarzstorch abgeschossen.

Das Tier sei an einem Durchschuss verendet, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Freitag mit. Ein Wanderer hatte den toten Vogel in Oberstaufen entdeckt. Die Polizei fand am Tatort kein Projektil und sucht nun Zeugen. Laut LBV war das Tier 2016 als Jungvogel im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz beringt worden.

In Bayern gibt es den Angaben zufolge etwa 230 Schwarzstorchreviere. Die Art sei durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Eine Tötung könne als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe von bis zu 50 000 Euro bestraft werden.

Erst vor wenigen Wochen waren sechs getötete Greifvögel im Landkreis Cham entdeckt worden. Mindestens zwei davon wurden mit Schrotmunition getötet. „Wir sind sehr besorgt, da innerhalb kurzer Zeit nun wieder mehrere Fälle von Artenschutzkriminalität bekannt geworden sind“, sagte der LBV-Vorsitzende Norbert Schäffer. „Wir hoffen, dass die Polizei derartige Vorfälle auch weiterhin ernst nimmt und alles versucht, um die Täter zu ermitteln und nicht in alte Muster zurückfällt.“ Ein Untersuchungsergebnis bei den jeweils drei getöteten Rotmilanen und Mäusebussarden stehe noch aus.

dpa

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