Unbekannter versprüht Reizgas: Viele Verletzte

Würzburg - Ein Unbekannter hat in der Würzburger Innenstadt Reizgas oder Pfefferspray versprüht und dadurch am Donnerstagabend einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst.

Viele Menschen erlitten Atemwegsreizungen. Die Behörden sprachen von zwei Dutzend Leichtverletzten. Drei von ihnen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Den Angaben zufolge hatte ein unerkannt gebliebener Mann gegen 19.30 Uhr in der Dompassage Reizgas oder Pfefferspray versprüht, das von zahlreichen Fußgängern eingeatmet wurde.

Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrleute hätten sofort Messungen vorgenommen mit dem Ergebnis, dass kein giftiger Stoff im Spiel gewesen sei. Mit Hochleistungslüftern habe die Feuerwehr dann die Dompassage entlüftet. Während des Einsatzes der Rettungsdienste war auch der Verkehr der Straßenbahnlinien 4 und 5 in der Innenstadt zeitweise eingestellt worden. Nach 21.00 Uhr fuhren die Bahnen wieder.

Bereits in der Nacht zum 8. April hatten nach Polizeiangaben zwei Unbekannte in einer Würzburger Innenstadtgaststätte Pfefferspray versprüht. Anschließend klagten einige Gäste über Atemwegsreizungen. Auch in der folgenden Nacht sprühte ein Mann mit Pfefferspray um sich. Schauplatz war diesmal eine Diskothek in der Veitshöchheimer Straße. Wieder gab es mehrere Leichtverletzte. Ob zwischen den einzelnen Fällen ein Zusammenhang besteht, lasse sich augenblicklich noch nicht sagen, hieß es am Abend bei der Polizei in Würzburg.

Von dem Sprüher in der Dompassage lag zunächst nur eine vage Beschreibung vor. Es soll sich um einen jungen Mann mit schwarzen Haaren handeln. Über die Bekleidung seien nur schwarze Jacke und schwarze Hose bekannt, teilte die Polizei mit.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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