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Unfälle auf glatten Straßen: Weitere Schneefälle erwartet

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Unfall
Ein Streifenwagen der Polizei steht an einer Unfallstelle. © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Einige Menschen mussten verletzt ins Krankenhaus. Um 36 Schüler kümmerten sich Rettungskräfte statt Lehrer. - Nach starken Schneefällen gab es auf Bayerns Straßen zahlreiche Unfällen. Die Wettervorhersage lässt vielerorts noch nicht aufatmen.

Rötz/Dachau - Starke Schneefälle haben viele Straßen in Bayern am Donnerstag und Freitag zu gefährlichen Rutschbahnen gemacht. Bei Rötz in der Oberpfalz rutschte ein Schulbus mit 36 Kindern in den Graben. Alle Kinder und der Busfahrer blieben unverletzt, bei anderen Unfällen im Freistaat aber gab es auch Schwerverletzte. Dazu kamen zahlreiche Blechschäden. Mehrere Autobahnen mussten gesperrt werden. Laut Wettervorhersage gibt es in einigen Regionen noch mehr Schnee.

Geschwindigkeit nicht angepasst, von der Straße gerutscht, mit dem Auto überschlagen: Das passierten am Donnerstag einem 24-Jährigen im Landkreis Dachau und einer 57-Jährigen im Landkreis Bamberg. Beide kamen schwer verletzt ins Krankenhaus - wie auch ein Autofahrer in Bad Wörishofen (Unterallgäu). Der entgegenkommende Wagen einer 62-Jährigen war gegen dessen Auto gekracht, die Frau war zuvor wiederum einem Transporter ausgewichen, der gegen einen Baum geprallt war.

Bereits am Donnerstag hatte es vielerorts stark geschneit, zahlreiche Unfälle waren die Folge. Überwiegend gingen diese glimpflich aus. Zum Beispiel im Gebiet Freising in Oberbayern gab es in der Nacht zum Freitag acht Unfälle. Beteiligt waren fünf Lastwagen und sechs Autos, eine Person wurde leicht verletzt. Am Freitagmorgen gab es vor allem im Süden Bayerns Glätteunfälle.

Im Fall des in den Graben gerutschten Busses mussten die 7 bis 14 Jahre alten Kinder und der Busfahrer ein Fenster mit dem Nothammer einschlagen und seitlich herauskraxeln. Die Türen waren blockiert. Der Schulbus war an die Seite des Grabens gelehnt zum Liegen gekommen. Der Busfahrer soll bei Rötz (Landkreis Cham) zu schnell auf der schneeglatten, engen Straße unterwegs gewesen und dem Gegenverkehr in den Graben ausgewichen sein. Für die Kinder gab es statt Unterricht Verpflegung in einem nahen Gasthaus.

Gefährlich wurde es auch auf Autobahnen in Bayern, mehrere mussten nach Unfällen gesperrt werden: Die A73 bei Coburg war am Donnerstagend für gut zwei Stunden dicht, nachdem es kurz nacheinander gleich drei Unfälle gegeben hatte. Bei Altdorf bei Nürnberg verunglückte ein Sattelzug und blieb quer auf der Fahrbahn stehen - die A6 blieb in der Nacht dort für gut vier Stunden gesperrt. Auch auf der A9 im Landkreis Bayreuth war es ein Lkw-Unfall, der eine Sperrung in der Nacht nach sich zog.

Und die Schneefälle gehen in einigen Regionen weiter: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagte noch für Freitag bis zu fünf Zentimeter Neuschnee vor allem in den östlichen Mittelgebirgen und den östlichen Alpen voraus. In der Nacht zum Samstag wird wegen Schnee und gefrierender Nässe verbreitet in Bayern Glätte erwartet. Vor allem im Niederbayern und den östlichen Mittelgebirgen kann es dann Schneeverwehungen geben. Bis zum Samstagvormittag werden vielerorts in Bayern mindestens einige Zentimeter Neuschnee erwartet, besonders stark schneien soll es wieder in den östlichen Mittelgebirgen und im südlichen Alpenvorland. dpa

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