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Das völlig zerstörte Kraftfahrzeug des Geisterfahrers

Geisterfahrer reißt Familienvater mit in den Tod

Altenstadt - Es ist eine unglaubliche Tragödie! Ein Familienvater muss sterben, weil ein anderer Mensch nicht mehr leben will! Weil ein Selbstmörder als Geisterfahrer auf der Autobahn zum Mörder wird!

Rettungskräfte am Unfallort

Das Drama ereignete sich am späten Dienstagnachmittag auf der Autobahn A 7 beim schwäbischen Ort Altenstadt (nahe Ulm). Der 46 Jahre Familienvater aus Dietenheim im Alb-Donau-Kreis (der württembergische Nachbarort zu Illertissen, nur durch die Iller getrennt) ist mit seinen beiden Söhnen im Alter von fünf und zehn Jahren in seinem 7-er BMW auf der Autobahn unterwegs. Da traut er seinen Augen nicht: Ein Geisterfahrer kommt ihm mit vollem Karacho entgegen! Was der Mann im Augenblick seines Todes nicht ahnt: Am Lenkrad des großen Mercedes-Kombi, der da frontal auf ihn zurast, sitzt ein 59-Jähriger Memminger, der fest entschlossen ist, sich das Leben zu nehmen! Nur Schrecksekunden – dann kracht es!

Durch die entsetzliche Wucht des Aufpralls sterben beide Männer noch am Unfallort. Die beiden Söhne des 46-Jährigen werden nur leicht verletzt, sind nach dem Aufprall anprechbar, befinden sich derzeit in Ulm in Behandlung – Schock! Die Autobahn wurde nach dem Drama für mehrere Stunden gesperrt. Lange Staus in beiden Richtungen.

Das ganze Ausmaß des Dramas wird aber erst später deutlich: Laut Polizei hatten die Ermittler zur Zeit des Unglücks bereits nach dem 59-Jährigen aus Memmingen gefahndet, da er angekündigt hatte, sich umzubringen! Doch noch bevor die Polizei eine Verkehrswarnung über Radiosender verbreiten konnte, kam schon über Notruf die Nachricht von dem tödlichen Unfall. Der Frontalzusammenstoß ereignete sich unmittelbar nach dem Auffahren auf die Autobahn (200 Meter nach dem Verzögerungsstreifen), so dass nur Sekunden zwischen Eingang der Geisterfahrermeldung und dem Aufprall lagen … Warum sich der 59-Jährige das Leben nehmen wollte und warum er vorsätzlich andere mit in den Tod riss, ist bisher noch nicht bekannt.

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Drei Jugendliche fahren von der Disco in den Tod

Die 6700-Einwohner Stadt Dietenheim, Wohnort der Familie, steht unterdessen unter Schock: Dietenheims Bürgermeister Sigisbert Straub sagte am Dienstag zur tz: „Ein schreckliches Drama und das so kurz nach Weihnachten. Mein ganzes Mitgefühl gilt der Familie.“ Der Ort muss zurzeit am laufenden Band Schicksalsbotschaften verkraften: Aus Dietenheim stammen auch die drei getöteten und zwei teils schwer verletzten Jugendlichen, die in der Nacht zum Montag bei einem Discounfall auf der A 96 im Landkreis Ravensburg verunglückten.

kw/ome

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