Unfall in Tschechien: Deutsche Touristen reisen weiter

Prag - Eine Gruppe deutscher Bustouristen setzt nach einem schweren Unfall in Tschechien ihre Reise fort. Auf eigenen Wunsch seien sie zunächst auf einen angemieteten tschechischen Bus umgestiegen.

Das erklärte der Veranstalter Müller-Reisen aus dem schwäbischen Bösingen (Kreis Rottweil). Bei dem Unfall am Montag war ein Lastwagen, der einem Auto auswich, frontal mit dem Reisebus kollidiert. Ein Insasse des Autos kam dabei ums Leben. Die Urlauber kamen zum Teil auch aus Bayern.

Vier Reisende und der Fahrer des Busses seien bei dem Unfall verletzt worden, berichtete die Firma. Der Fahrer habe schwere Prellungen, werde aber wahrscheinlich am Wochenende nach Hause zurückkehren können. Eine Bustouristin habe sich drei Rippen gebrochen und eine weitere sich am Arm verletzt. Sie würden vor Ort betreut, teilte der Veranstalter mit. Drei Passagiere stammten nach Angaben der Polizei Kempten aus dem Landkreis Neu-Ulm, die übrigen aus Baden-Württemberg.

Insgesamt waren 47, vor allem ältere Busreisende auf dem Weg in die slowakische Hohe Tatra. Am Montag unternahm ein Autofahrer bei Zastrizly ein riskantes Überholmanöver, sodass ihm ein Lastwagen ausweichen musste und auf der Gegenfahrbahn mit dem Reisebus kollidierte.

Ein Insasse des ausscherenden Autos war im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen gestorben. Auch der Lkw-Fahrer sowie ein weiterer Insasse des Unglücksautos hatten sich nach Angaben der tschechischen Feuerwehr schwer verletzt. Das Busunternehmen betonte, seinen erfahrenen Fahrer treffe keine Schuld an dem Unglück. Ab Mittwoch sei ein Ersatzbus in Tschechien, mit dem die Gruppe ihre Fahrt fortsetzen werde. Die beiden verletzten Frauen und der Fahrer sollten bald nach Deutschland zurückkehren.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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