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Tödliches Ende: Im April 2013 kam bei diesem Unfall auf der A 9 am Kreuz Neufahrn eine 31-Jährige ums Leben. Insgesamt stieg die Zahl derer, die auf der Autobahn starben auf 105 Menschen an. 2012 waren es noch 70.

Unfallbilanz 2013

Deutlich mehr Tote auf der Autobahn

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München – Es ist die höchste Zahl seit fünf Jahren. Auf Bayerns Autobahnen kamen 2013 bei Unfällen 105 Menschen ums Leben – im Vorjahr waren es noch 70.

Die Ursachen seien vielfältig, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gestern bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz 2013. Sie sollen genau analysiert werden. Zudem würden die Griffigkeit des Fahrbahnbelags an Unfallstellen und die Sicherheit von Anschlussstellen geprüft.

Auch insgesamt stieg die Zahl der Verkehrstoten leicht an. Mit 680 Menschen starben 18 mehr als 2012. Knapp ein Drittel dieser Unfälle ging auf die Kappe junger Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Als besonders gefährlich beschrieb Herrmann überhöhte Geschwindigkeit auf Landstraßen. Die Kombination sei „Killer Nummer eins“ im Straßenverkehr. Auf diese Weise starben im vergangenen Jahr 200 Menschen. Insgesamt waren es 420 auf Landstraßen.

Das ist der niedrigste Stand seit Jahrzehnten. Etwas uneindeutiger kommt die Gesamtzahl der Unfälle daher. Mit rund 372 000 ist sie um 2,2 Prozent höher als im Vorjahr – so viele waren es noch nie. Ein Großteil davon waren allerdings kleinere Vorfälle mit Blechschäden, vor allem Wildunfälle. Die Zahl der Verletzten ging entsprechend um 0,8 Prozent auf rund 69 000 zurück. Für zwei Drittel der Unfälle waren Fahranfänger verantwortlich. Sie seien noch immer die größte Risikogruppe. Die häufigsten Ursachen: zu hohes Tempo und Missachtung der Vorfahrt.

Auffällig ist auch, dass ältere Menschen über 65 Jahre häufiger in Unfälle verwickelt waren. Sowohl die Zahl der verletzten als auch die der getöteten Senioren stieg an. Insgesamt kamen 172 ums Leben, zehn mehr als 2012; rund zwei Drittel von ihnen waren Fußgänger.

Große Sorge bereitet Herrmann auch die Tatsache, dass die Disziplin beim Anschnallen abnimmt. „Dieser Leichtsinn hat 80 Menschen das Leben gekostet“, sagte er. 68 waren es 2012. Zur Überprüfung der Gurtpflicht soll es in Bayern heuer verstärkte Kontrollen geben. Auch am bundesweiten Blitzmarathon will der Freistaat in diesem Jahr wieder teilnehmen. Er findet wohl im September statt.  

mmä

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