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Mit einer Anzeige hat sich Rudolf Rauch öffentlich bei allen Rettern und Helfern bedankt.

Vergelt’s Gott

So bedankt sich ein Unfallopfer bei seinen Rettern

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  • Jacob Mell
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Berchtesgaden – In letzter Sekunde wird Rudolf Rauch aus seinem Wagen gerettet, der nach einem Unfall in der Berchtesgadener Ache gelandet ist. Dafür hat sich der Rentner nun auf besondere Weise bedankt.

In letzter Sekunde wird Rudolf Rauch aus seinem Wagen gerettet, der nach einem Unfall in der Berchtesgadener Ache gelandet ist. Das Auto füllt sich mit Wasser. Doch die Helfer von Feuerwehr, BRK und Wasserwacht können ihn bergen. Dafür hat sich der Rentner nun auf besondere Weise bedankt.

Es sind Zeilen, die tief von Herzen kommen. „Dankesschreiben“ steht darüber, links oben im Anzeigenteil des Berchtesgadener Anzeigers. Und dann: „Anlässlich meiner Lebensrettung an die Ersthelfer …“, die dann, soweit bekannt, namentlich erwähnt werden – samt ihres Beitrags zur Rettung.

Der silberfarbene Mercedes liegt in der Berchtesgadener Ache. Zwischen Auto und Ufer ist das Holz zu sehen, das der Wagen auf seiner Irrfahrt mitgerissen hat.

Es passierte vor zwei Wochen um 17.50 Uhr. Der Marktschellenberger Rudolf Rauch fährt wie so oft die Bundesstraße B305 entlang in Richtung Berchtesgaden, als er plötzlich mit seinem Mercedes von der Straße abkommt. „Ich habe einen Filmriss, an den Unfall selbst kann ich mich nicht erinnern“, sagt er zur „tz“.

Anhand der Spuren lässt sich aber nachweisen, was sich in den Sekunden ereignete. Sein Wagen schlittert etwa 100 Meter weit unkontrolliert über die Wiese, die die Straße von dem Fluss trennt. Der Mercedes prallt gegen einen Siloballen und einen Holzstoß, den er mitreißt. Schließlich stürzt der Wagen über die Böschung in die hochwasserführende Ache. Der Wagen läuft sofort voll mit Wasser. Pensionär Rudolf Rauch kommt zu sich: „Ich bin wach geworden vom Knall der Airbags.“ Und er sieht: Das Flusswasser steht bis zum Türgriff hinauf, der Druck des Flusses presst auf die Karosserie.

Rauch denkt sich später: „Ich habe auch Glück gehabt, dass das Auto nicht auf Dach gelandet ist.“ Schon ist der erste Helfer da: Florian Angerer. Er ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Berchtesgaden. Ohne eine Sekunde zu zögern, so erinnert sich Rauch, „sprang er direkt in die Berchtesgadener Ache, obwohl es gar nicht so ungefährlich war“. Weitere Ersthelfer kamen hinzu: Berufsfeuerwehrmann Jürgen Gottschalk aus Frankfurt am Main, Rettungssanitäter Niclas Gottschalk, ein namentlich unbekannter Pole. Dazu das Bayerische Rote Kreuz, Wasserwacht, Feuerwehr, Polizei, eine Kranfirma und zuletzt der Abschleppdienst. Rudolf Rauch, der danach eine Woche lang im Krankenhaus war, sagt heute: „Dieser Tag ist wie mein zweiter Geburtstag.“ Die Anzeige habe er auch deswegen aufgegeben, weil er sich öffentlich bedanken will. „Persönlich habe ich es schon getan.“  

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