Rosenheim: Kripo ermittelt nach Fund einer männlichen Leiche in alle Richtungen / Nachbar hörte in der Nacht Schreie

Mysteriöser Tod im Eishockey -Wohnheim

Rosenheim - Es muss in der Nacht gewesen sein. So gegen 2.30 Uhr am Freitagmorgen, als ein Schrei durch das Haus im Rosenheimer Stadtteil Katenau hallte.

Im Nachbarhaus am Eschenweg schlug sofort der Hund an. Doch danach war alles wieder still. Totenstill, wie sich herausstellen sollte. Denn am Morgen holten die Bestatter die Leiche eines 41-jährigen Rosenheimers aus der Wohnung Nummer 10 des großen Wohnhauses ab. Kurz darauf rückten gleich mehrere Polizeieinheiten an. Sie riegelten die Gegend ab und durchkämmten die Umgebung. Suchten sie eine Mordwaffe?

Die Kripo hielt sich Freitag Nachmittag noch bedeckt. Man ermittle in alle Richtungen, hieß es zunächst. Nach tz-Informationen lebte in der Wohnung eine 43 Jahre alte Frau. War der 41-Jährige über Nacht bei ihr zu Besuch? Und kam es bei diesem Besuch zu einem Streit? Nachbarn berichten, dass die Frau Alkoholprobleme habe. Hat Sie ihren Spezl vieleicht im Vollrausch tödlich verletzt? Fakt ist: Als der 41-Jährige um 8.30 Uhr entdeckt wurde, lebte er noch. Doch die Hilfe des Notarztes kam zu spät. Augenzeugen berichten, dass wenig später die Frau festgenommen worden sei. Aber das wollte die Polizei am Freitag zunächst nicht bestätigen.

In dem Haus am Eschenweg wohnen vor allem junge Leute: Studenten und Eishockeyspieler. Zehn Jungstars der Rosenheimer Star Bulls haben in dem Haus eine Bleibe gefunden. Einer davon ist Marius Möchel. Der 18-jährige Nürnberger fiel gestern aus allen Wolken, als um 11 Uhr die Kripo an seiner Tür klingelte. „Die wollten wissen, ob ich etwas von dem Mord mitbekommen habe“, so Möchel. Doch der Jungprofi konnte der Polizei nicht weiterhelfen. Er hatte nichts Auffälliges bemerkt. Engeren Kontakt zu der 41-Jährigen hatte von den jungen Leuten im Haus niemand. „Man grüßte sich halt, aber das war’s auch schon.“ Das private Wohnheim gehört einer Rosenheimer Familie. Die Eltern haben es inzwischen ihren vier Erwachsenen Kindern überschrieben.

„Es ist schrecklich, was da passiert ist“, meinte die Eigentümerin am Freitag zur tz. „Wie soll man denn mit so etwas umgehen?“

DP

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