Silvester-Bilanz: Ein Toter und viele Brände

München - Die Feiern zum Jahreswechsel haben in Bayern mindestens ein Menschenleben gefordert. Zahlreiche Unfälle und Brände sorgten außerdem für viele Einsätze der Rettungskräfte.

In Regensburg stürzte ein 25 Jahre alter Student durch den Zwischenraum zwischen den beiden Fahrbahnen einer Brücke in den Tod. Durch umherfliegende Feuerwerkskörper wurden im ganzen Land mehrere Menschen verletzt und zahlreiche Brände mit teils hohem Schaden ausgelöst.

So begrüßen die Menschen das neue Jahr

So begrüßen die Menschen das neue Jahr

Silvester in München.

Der Student hatte nach Angaben der Polizei unweit der Nibelungenbrücke zusammen mit Freunden ins neue Jahr gefeiert. Gegen Mitternacht lief der 25-Jährige auf die Brücke, um das Geschehen von dort aus zu beobachten. Schließlich stieg er über das Brückengeländer in der Mitte zwischen den beiden drei Meter voneinander entfernten Fahrbahnen. Der Student stürzte rund elf Meter tief auf eine Betonplatte. Er starb noch am Unfallort.

Eine Silvesterrakete war vermutlich der Auslöser für einen Brand wenige Minuten nach Mitternacht in Glashütten (Landkreis Bayreuth). Dabei entstand ein Schaden in Höhe von rund 150 000 Euro. In der Nähe der Scheune, die einem Blumenhandel als Lager dient, wurden nach Polizeiangaben in der Silvesternacht Böller und Raketen abgebrannt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

In Traunreut (Landkreis Traunstein) flog ein Feuerwerkskörper durch das offene Fenster einer Wohnung und setzte dort die Einrichtung in Brand. Ein Mensch kam mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Brandschaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 30 000 Euro. In Ingolstadt flog eine Silvesterrakete in ein Geschäft und entflammte dort einen Ständer mit Bekleidung. Der Schaden beträgt rund 13 000 Euro.

Auch bei der Polizei und den Rettungsdiensten überall im Freistaat herrschte in den ersten Stunden des neuen Jahres Hochbetrieb. In München musste die Polizei binnen 12 Stunden fast 700 Einsätze bewältigen, nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Sonntag rund 100 mehr als im Vorjahr. Die Beamten listeten unter anderem 76 Fälle von Körperverletzung, 38 Brände und 58 Einsätze in Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern auf. In 24 Fällen musste die Polizei in der Landeshauptstadt Betrunkenen helfen.

Deutlich ruhiger als im Vorjahr verlief der Jahreswechsel dagegen im Großraum Nürnberg. Die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Nürnberg -zuständig für die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und die Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt - musste binnen acht Stunden 350 Einsätze des Rettungsdienstes disponieren. Vor einem Jahr waren es noch 560 Einsätze. Zumeist ging es um zu viel Alkoholkonsum und Verletzungen durch Böller. 

dpa

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