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Dieses Foto der Königsstraße 13 zeigt das "Spukhaus" von Rosenheim. Der Freiburger Professor Hans Bender untersuchte den Fall. 

Mysteriöser Fall wurde nie aufgeklärt

Unheimlich: In diesem Rosenheimer Wohnhaus spukte es vor 50 Jahren

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Es ist ein unheimlicher Fall, und er wurde nie abschließend gelöst: Wieso spukte es über mehrere Monate in einer Anwaltskanzlei in Rosenheim? 

Rosenheim - Es ist eine Geschichte, die jeder gebürtige Rosenheimer kennt. Der Hintergrund des Spuks konnte nie aufgeklärt werden. Es bleibt mysteriös, was sich in der Königsstraße 13 im Jahr 1967 abgespielt hat. 

Klienten und Angestellte der Kanzlei, aber auch Physiker und Techniker wurden Zeugen der Phänomene. Die Ereignisse erweckten vor fünfzig Jahren ein großes überregionales Interesse. Der Bayerische Rundfunk und das ZDF schickten Fernsehteams für Reportagen in die Stadt und sogar die Wochenzeitung Die Zeit berichtete. Das Interesse ebbte nie ganz ab: Es gibt einen Wikipedia-Eintrag zum Fall, und im Rahmen der Serie „EinesTages“ berichtete Spiegel Online vor vier Jahren über den Spuk. Auch die ProSieben-Sendung „Welt der Wunder“ griff den Fall auf. 

Die Anwaltsgehilfin als Auslöser?

Die Stadtwerke Rosenheim, das Fernmeldeamt der Post und mehrere Wissenschaftler versuchten herauszufinden, was sich in der Anwaltskanzlei Adam abspielte. Eine abschließende Erklärung fanden sie nicht. 

Von Sommer 1967 bis in den Januar 1968 spukte es wiederholt in der Kanzlei. Aber immer nur, wenn die damals 19-jährige Anwaltsgehilfin Annemarie Schaberl im Büro war. Die Vorkommnisse waren unerklärlich: Lampen drehten sich, Glühbirnen platzten, Schubladen gingen wie von alleine auf, und über den Telefonanschluss wurde bis zu 50-mal am Tag die Zeitansage unter der damaligen Telefonnummer 0119 gewählt. Die Rosenheimer Stadtwerke kontrollierten daraufhin die Stromleitungen, installierten Spannungs- und Stromschreiber, und das Fernmeldeamt untersuchte, wieso so häufig die Zeitansage gewählt wurde, obwohl es niemand über die Drehscheibe getan haben will. 

Für Professor Hans Bender, Leiter des Freiburger Instituts für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene, war klar: Es gibt keine feststellbare technische Anomalie. Aber auch keinen Poltergeist. 

Die junge Auszubildende Annemarie Schaberl sei vielmehr der Auslöser der Phänomene gewesen - unbewusst und durch "spontane Psychokinese". Nach dieser Theorie können psychisch labile und reizbare Menschen, insbesondere Jugendliche, die eine geringe Frustrationstoleranz haben, unbewusst nach außen wirken. Ihr aufgestauter Frust lasse Gegenstände bewegen - wie von Geisterhand, aber ohne Verstorbene oder irgendwelche Dämonen. 

Augenzeugen schildern unheimliche Phänomene

In Benders Bericht zum Fall heißt es unter anderem: "Wenn dieses junge Mädchen durch den Flur ging, begannen die Lampen hinter ihr zu schwingen, explodierten Beleuchtungskörper, flogen die Scherben auf sie zu." 

Auch ein weiterer Augenzeugenbericht ist unheimlich. Paul Brunner von den Stadtwerken Rosenheim beobachtete folgendes: "Bei einem kurzen Gespräch mit einer Bürokraft (Frl. Sch.) am kleinen Tisch vor dem Ölofen, stand Herr Brunner direkt vor dem Blumenbild, als RA Adam von links kommend das Büro betrat. In diesem Moment drehte sich das Bild sehr rasch um 320 Grad im Linksdrehsinn, sodaß sich der Aufhängedraht am Haken verwickelte."

Die Phänomene wurden im Januar noch mal extremer. In Benders Bericht steht folgende Begebenheit: "Unter den Augen des Physikprofessors P. Büchel traten Schubladen selbständig heraus, ein 3 1/2 Zentner schwerer Aktenschrank wurde um ca. 30 cm von der Wand abgerückt, Bilder und Kalender fielen von der Wand oder drehten sich."  

Als die Anwaltskanzlei im Januar 1968 das Arbeitsverhältnis mit der jungen Frau auflöste, hörte der Spuk schlagartig auf. In einem Interview mit ProSieben beteuerte Annemarie Schaberl Jahrzehnte später, dass sie sich die Ereignisse von 1967/68 nicht erklären kann: "Ich bin ganz ein normaler Mensch. Mit einem normal ausgeprägten Hirn, der normal denken kann. Ich habe keine Kräfte. Es muss irgendwas anderes gewesen sein."

Mehr zum „Spuk von Rosenheim“ 

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