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Wieder ein Waldbrand: In München-Perlach musste die Feuerwehr am Mittwoch ausrücken.

Mehr Streifen unterwegs

Unheimliche Serien in Bayern: Polizei verstärkt Druck auf Brandstifter

Wegen der Serie von Waldbränden in München und Umgebung sowie einer Feuerserie im unterfränkischen Estenfeld bei Würzburg erhöhen die Ermittler den Druck auf die Brandstifter.

München/Estenfeld - In beiden Regionen seien nun verstärkt Streifen unterwegs, sagten Polizeisprecher gestern. In unwegsamem Gelände seien Beamte auf Pferden im Einsatz. Zudem richten sich die Ermittler nun gezielt an Spaziergänger und Anwohner und bitten um Hinweise. Sowohl in Oberbayern als auch in Unterfranken hatten die Brandstifter zuletzt in dieser Woche zugeschlagen. Im Münchner Stadtteil Perlach standen am Mittwoch etwa eineinhalb Hektar Wald (Größe von fast zwei Fußballfeldern) in Flammen. Abends rückte die Feuerwehr noch einmal zu einem kleineren Feuer von 100 Quadratmetern aus, ebenfalls in Perlach. Die Brandserie (Alle Informationen im News-Blog) hat sich damit seit Ende März auf acht Feuer erhöht.

Am Karfreitag hatte es im Höhenkirchner Forst bei Hohenbrunn und in einem Wald bei Grasbrunn gebrannt. Die Flächen waren jeweils etwa 1500 Quadratmeter groß. Am Sonntag zuvor hatte es an zwei Stellen in einem Wald unweit der Putzbrunner Straße gebrannt. Am Ostermontag loderten Flammen im Perlacher Forst bei Unterhaching auf, drei Stunden später brannte es in der Nähe des Nachbarortes Taufkirchen.

Auch in Estenfeld herrscht Ratlosigkeit

Bereits im Frühjahr 2017 hatte es im Münchner Umland gut ein Dutzend Waldbrände gegeben. Auch damals wurde Brandstiftung vermutet, ein Brandstifter wurde aber nie gefasst. Die Polizei prüft aufgrund des ähnlichen Zeitraums nun einen Zusammenhang zwischen beiden Brandserien mit insgesamt gut 20 Feuern.

In Estenfeld musste die Feuerwehr das Feuer in einer Gartenlaube löschen. Das war seit Beginn der Serie Mitte Februar bereits der fünfte Brand. 

mm/lby

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