Wer ist der Täter?

Unheimliches Rätsel um lockere Muttern am Autoreifen

Buchloe - Seit Jahren spielt ein Unbekannter, der Radmuttern an Autos löst, ein Katz und Maus Spiel mit der Polizei. Und wieder häufen sich die Berichte über gefährliche Attacken auf Autofahrer.

Nun sollen es schon über 40 dokumentierte Fälle sein, die der Polizei in Kempten gemeldet worden sind. Besonders der Raum Buchloe und das Unterallgäu sind betroffen. Wieder geht ein Unbekannter um und lockert Radmuttern an Autos. Wie die Zeitung Augsburger Allgemeine berichtet, ist es in einem Fall sogar zu einem Unfall gekommen, ausgelöst durch die gelockerten Muttern, bei dem eine 56-Jährige Beifahrerin verletzt wird.

Mittlerweile weiten sich die Fälle aus. Auch in Kempten, so die Augsburger Allgemeine, habe es bereits Vorfälle gegeben: Ein Autofahrer stellte fest, dass ein Unbekannter gleich an drei seiner Autoreifen die Muttern gelockert hatte.

Lebensgefahr durch lockere Reifen

Unklar ist immer noch, ob die Fälle miteinander in Verbindung stehen. Eine heiße Spur gibt es nicht. Der Kemptener Polizeisprecher Stefan Elmer befürchtet sogar, dass nach der medialen Aufmerksamkeit nun alle festgestellten Fälle dieser Art gemeldet werden, auch wenn die Reifen nach dem Wechsel einfach nicht richtig angezogen worden sind.

Im vergangenen Monat hat sich die Zahl der Anzeigen vervielfacht: Im Oktober waren erst 15 Fälle bekannt, nun sind es 40. Auch damals gab es einen Unfall, als sich der Reifen während der Fahrt vom Auto löste. Auch vergangene Woche in Geretsried im Landkreis Bad Tölz hat ein 32-Jähriger vor dem Losfahren an seinem Rover Mini vier lose Muttern festgestellt.

Die Polizei riet allen Autofahrern bei verdächtigen Geräuschen sofort anzuhalten und den Sitz der Radmuttern zu überprüfen. Abhilfe könnten auch sogenannte Sicherheitschrauben verschaffen: Nur wer den Spezialschlüssel dazu besitzt, kann sich an den Radmuttern zu schaffen machen.

VF

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