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Wo geht es mit der Olympia-Bewerbung hin?

Unkonzentrierter Olympia-Auftritt von Witt vor Weltpresse

London - Katarina Witt war genervt: Bei einer internationalen Pressekonferenz in London leistete sich die Vorzeigefrau der Olympia-Bewerbungsgesellschaft zwei Zahlen-Versprecher. Wie das ankam:

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Deutschland Hauptsponsor des Wintersports

Sichtlich genervt verließ Katarina Witt nach einem Medientermin die Suite im 13. Stock des Westminster Plaza Hotels in London. Ihr ungewöhnlich unkonzentrierter Auftritt mit zwei Zahlen-Versprechern ärgerte die Frontfrau der Münchner Bewerbungsgesellschaft. Dabei wollte die zweimalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin vor ausgesuchten Vertretern der Weltpresse nur die Hauptargumente der Münchner Präsentation am Donnerstag in London vorstellen.

“Hier in London konzentrieren wir uns auf die Business-Seite unserer Kandidatur“, sagte Witt und dozierte stolz das Gelernte. Bis zum Jahr 2020 erreiche der deutsche Sport-Sponsormarkt ein Volumen von 22 Milliarden Euro. Die Zusatzeinnahmen durch Olympische Spiele in Deutschland werden auf maximal 3,4 Milliarden Euro geschätzt. Demgegenüber stehen erwartete Kosten für die Austragung des Winterspektakels in Höhe von 3,2 Milliarden Euro.

Das Zahlen-Feuerwerk soll als Antwort auf die Argumente des favorisierten Mitstreiters Pyeongchang (Südkorea) dienen, der mit seinem Konzept der “neuen Horizonte“ auf den ungesättigten Wintersportmarkt in Asien setzt. Die dritte Kandidatenstadt, Annecy aus Frankreich, trat in London bisher noch nicht in Erscheinung. Das IOC entscheidet am 6. Juli im südafrikanischen Durban über den Ausrichter der Winterspiele 2018.

Fragen über die ungeklärten Herausforderungen der Münchner Bewerbung wie der Grundstücksstreit in Garmisch-Partenkirchen und der Bürgerentscheid am 8. Mai beantwortete Witt mit routinierter Zuversicht: “Natürlich fragen die IOC-Mitglieder, aber sie wissen auch, wie sie es einzuschätzen haben. Gegen Großereignisse oder Innovationen gibt es immer Gegner.“

Für den Bürgerentscheid in Garmisch-Partenkirchen zwischen Olympia-Befürwortern und Gegnern sei sie zuversichtlich. “Da geht es darum, eine Mehrheit zu bekommen“, erklärte Witt. Wie deutlich die Mehrheit sein muss, um überzeugend zu sein, sagte sie nicht.

dpa

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