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Umweltministerin Ulrike Scharf verteidigt das Projekt dritter Nationalpark.

Ministerin Scharf beruhigt

Unmut in CSU-Fraktion über Nationalpark-Suche

München - Einen dritten Nationalpark hatte das Kabinett im vergangenen Sommer angekündigt - sehr zum Unmut mancher CSU-Abgeordneten. Ministerin Scharf beschwichtigt.

In der CSU-Fraktion wächst der Unmut über die andauernde Suche nach einem dritten Nationalpark. In der Fraktionssitzung am Dienstag meldeten sich nach Teilnehmerangaben mehrere Abgeordnete zu Wort, die sich über eine monatelange Hängepartie beklagten - oder die einen dritten Nationalpark ganz ablehnen. Die Begeisterung für einen dritten Nationalpark halte sich in engen Grenzen, sagte ein Abgeordneter nach der Sitzung.

Das Kabinett hatte im vergangenen Sommer auf seiner Klausur am Tegernsee beschlossen, einen dritten Nationalpark einzurichten - aber den Ort offengelassen. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hatte daraufhin angekündigt, sie setze bei der Suche nach einem dritten Nationalpark auf Gespräche mit den Menschen in den Regionen.

Fraktionschef Kreuzer mahnt und warnt

Fraktionschef Thomas Kreuzer bat Scharf nach Teilnehmerangaben in der Fraktionssitzung, nun zügig einen Plan vorzulegen. Er warnte demnach davor, einen Nationalpark gegen den Willen der Menschen in der betroffenen Region durchzudrücken. Damit würde man Wähler verlieren.

Scharf: „Nationalpark nur mit einer Region, nicht gegen sie“

Scharf erklärte anschließend, ein Nationalpark sei ein Angebot an die Regionen, und betonte: „Wir können dieses historische Projekt nur gemeinsam mit den Regionen Wirklichkeit werden lassen.“ Deshalb setze man voll auf einen offenen und transparenten Dialog. „Ein Nationalpark kommt nur mit einer Region, nicht gegen sie.“ Das Thema solle auch im engen Miteinander mit der Fraktion weiterverfolgt werden.

dpa/lby

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