Zu Unrecht gekündigt: Festspielintendant erhält Geld

Aschaffenburg/Klingenberg - Die fristlose Kündigung des Intendanten von Unterfrankens größten Freilichtspielen, den Clingenburg Festspielen, war nicht rechtens.

Nun müssen dem Theatermann Georg Mittendrein etwa 25 000 Euro Lohn nachgezahlt werden. Das hat die Kammer Aschaffenburg am Arbeitsgericht Würzburg am Mittwoch nach monatelangem Streit entschieden.

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Der frühere Festspielintendant Mittendrein und dessen ehemaliger Arbeitgeber, der Verein der Theaterinszenierungen, hatten sich zuvor trotz mehrmaliger Versuche nicht gütlich einigen können. Der Verein hatte dem Regisseur zuletzt 20 000 Euro Abfindung angeboten, die der 59-Jährige jedoch stets ablehnte.

Mittendrein war seit 2005 für die Aufführungen der Spiele in Klingenberg am Main (Landkreis Miltenberg) verantwortlich. Wegen angeblich vertragswidrigen Verhaltens hatte der Verein den gebürtigen Österreicher im Sommer 2008 fristlos entlassen. Unter anderem war dem 59-Jährigen vorgeworfen worden, neben seiner Arbeit auf der Clingenburg eine neue Theatergruppe ins Leben gerufen zu haben. Selbst wenn dies vertragswidrig gewesen wäre, hätte eine Abmahnung genügt, sagte der Vorsitzende Richter Alexander Dubon.

Mittendrein hatte gegen die Kündigung im August 2008 geklagt, da sein Dienstverhältnis eigentlich erst am 31. August 2009 enden sollte. “Mein berufliches Ansehen ist verletzt“, sagte der Wiener. Die Festspiele werden mittlerweile vom Berliner Marcel Krohn betreut, der für zwei Spielzeiten als Intendant verpflichtet worden ist. Jährlich strömen 40 000 Menschen zu den Aufführungen.

dpa

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