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Unwetter zerstörten Bobbahn am Königssee: Sorge um Wiederaufbau - „Für den Nachwuchs eine Katastrophe“

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Bob- und Rodelbahn am Königssee
Nach starkem Regen hat Schutt und Geröll die Bob- und Rodelbahn am Königssee im Juli völlig zerstört. Der Wiederaufbau gestaltet sich als schwierig. © Peter Kneffel/dpa/Archivbild

Die Bobbahn am Königssee wurde im Juli durch Unwetter zerstört. Nun ist die Sorge um den Wiederaufbau groß. Der Aufwand und die Kosten sind doch höher als gedacht.

Schönau am Königssee - Das Berchtesgadener Land* wurde im Sommer schwer von den Unwettern getroffen. Der Wiederaufbau der durch Regenmassen im Juli zerstörten und ältesten Kunsteisbahn der Welt am Königssee steht weiter in den Sternen. Erste Kostenschätzungen hatten bei 20 Millionen Euro gelegen, dann war die Rede von rund 53 Millionen Euro - nun gehen manche schon von Gesamtkosten von 100 Millionen Euro aus. Wird der Wiederaufbau scheitern?

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Bobbahn am Königssee: Wiederaufbau zu teuer und aufwendig?

„Wir werden eher die 100-Millionen-Grenze streifen“, zitierten Medien am Dienstag Kreisrat Hans Metzenleitner (SPD). Die Räte im Kreistag waren sich den Berichten zufolge fraktionsübergreifend einig, dass der Aufbau der Kunsteisbahn nur mit Mitteln aus Land und Bund erfolgen kann. Ankündigungen von Politikern, die Bahn wieder zu errichten, nannte Metzenleitner den Berichten zufolge vorschnell und dreist.

Vor einer Entscheidung müssen unter anderem die geologischen Gegebenheiten überprüft werden. Mitte Oktober sollen Wissenschaftler abschließend über die Georisiken auf dem Areal informieren. Der Umfang der für einen Wiederaufbau nötigen Sicherungsmaßnahmen am Berg etwa ist noch nicht bekannt. Die Rede ist schon jetzt von bis zu zwölf Meter hohen Mauern, von Auffangzäunen und von Becken, die nachrückendes Geröllmaterial vom Grünstein auffangen sollen. Zudem müsste den Berichten zufolge der Startbereich der Bob- und Rodelbahn nach unten verlegt werden.

Sorge um Wiederaufbau ist groß: „Für den Nachwuchssport ist es eine Katastrophe“

Sollte die Bahn nicht wieder aufgebaut werden, wäre das ein herber Verlust für den Sport - und besonders für den Nachwuchs. „Für den ist es eine Katastrophe“, sagte die Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger nach der Katastrophe im Juli. „Letzten Winter konnten die Kids wegen Corona* nicht trainieren und jetzt das - einfach unfassbar.“ (dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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