Vollgelaufene Unterführung und steckengebliebenes Auto in Nürnberg: Die Stadt und Umland wurde von einem schweren Gewitter getroffen.
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Vollgelaufene Unterführung und steckengebliebenes Auto in Nürnberg: Die Stadt und Umland wurde von einem schweren Gewitter getroffen.

Feuerwehren im Dauereinsatz

Schlimme Unwetter in Bayern: Eine Region besonders schwer getroffen

  • Klaus-Maria Mehr
    vonKlaus-Maria Mehr
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Der Deutsche Wetterdienst warnte deutlich vor schweren Unwettern am Dienstagabend in Bayern. Nürnberg wurde besonders schwer getroffen. Auch Mittwoch wird es ungemütlich.

Update, 9. Juni, 7.13 Uhr: Unwetter zogen am Abend über Bayern. Besonders Nürnberg wurde hart getroffen, Autos blieben in Unterführungen im Wasser stecken (siehe vorheriges Update). Noch ist die Unwetter-Lage im Freistaat nicht überstanden. Für mehrere Kreise gibt es Warnungen vor starkem Gewitter. Dazu schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD): „Von Osten ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 15 l/m² und 20 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel.“

Betroffen sind die folgenden Städte und Kreise:

  • Bayreuth (bis 8.30 Uhr)
  • Wunsiedel (bis 8.30 Uhr)
  • Hof (bis 8.30 Uhr)
  • Kulmbach (bis 8.30 Uhr)
  • Lichtenfels (bis 8 Uhr)
  • Coburg (bis 8 Uhr)
  • Kronach (bis 7.30 Uhr)

Schlimme Unwetter in Bayern: Eine Region besonders schwer getroffen

Update, 21.01 Uhr: Die Unwetter ziehen weiter. Für Bayern gelten aktuell noch zwei Landkreise als besonders gefährdet. Für die Landkreise Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Main-Spessart sowie Stadt und Landkreis Würzburg gilt aktuell eine Unwetterwarnung der Stufe 3 (von 4) vor schwerem Gewitter mit Sturm, Hagel und Starkregen. Indessen leckt sich die Region um Nürnberg die Wunden. Dort sind die Feuerwehren im Dauereinsatz. „In mehreren Unterführungen blieben Fahrzeuge im Wasser stecken. An drei dieser Einsatzstellen mussten Personen durch Einsatzkräfte aus den Fahrzeugen gerettet werden“, berichtete die Berufsfeuerwehr Nürnberg am Abend. Über Verletzte lagen vorerst keine Informationen vor.

Unwetter in Bayern: Nürnberg hart getroffen - Haus hat plötzlich Risse

An einem Wohngebäude hätten sich unwetterbedingt plötzlich Risse gezeigt, hieß es weiter. „Es wurde nach Begutachtung durch einen Baufachberater für unbewohnbar erklärt. Sämtliche Bewohner konnten bei Verwandten oder Bekannten unterkommen.“

Den Angaben nach war es um kurz nach 16 Uhr am Dienstag über weiten Teilen Nürnbergs zu einem sehr starken Unwetter gekommen (siehe ursprüngliche Warnung von 16.22 Uhr weiter unten). Sämtliche Freiwillige Feuerwehren Nürnbergs und die Einsatzkräfte der fünf Berufsfeuerwachen seien an über 165 Stellen im Einsatz, hieß es am Abend. So sei „eine größere Anzahl von Einsatzkräften“ damit beschäftigt, eine teilweise überflutete Baugrube der U-Bahn abzupumpen.

Eine Straße in Nürnberg nach dem schweren Gewitter.

Die Wetterlage habe sich „etwas beruhigt“. Die Einsatzkräfte seien aber sicher noch bis weit in die Nacht hinein beschäftigt. Der Deutsche Wetterdienst erwartete für die Nacht zum Mittwoch in Bayern vor allem noch im Allgäu unwetterartige Gewitter. Gebietsweise sei mit Starkregen mit Mengen bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit zu rechnen.

Update, 20.01 Uhr: Die amtliche Unwetterwarnung für die unten genannten Kreise wurden verlängert bis 21 Uhr.

Update, 18.49 Uhr: Die Unwetterlage in Franken ist vorbei. Die Warnung wurde aufgehoben. Nun gilt eine Unwetterwarnung für den Alpenraum, vor allem das Allgäu. Betroffen sind folgende Landkreise:

  • Oberallgäu
  • Ostallgäu
  • Kempten
  • Kaufbeuren
  • Landsberg am Lech
  • Weilheim-Schongau

Die Warnung für diese Landkreise gilt bis 20 Uhr. Es besteht eine Unwetterarnung vor schwerem Gewitter. Im Wortlaut: „Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und Hagel mit Korngrößen um 2 cm.“

Update, 17.44 Uhr: Inzwischen liegt auch fürs Allgäu eine schwere Unwetterwarnung vor: „Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und Hagel mit Korngrößen um 2 cm.“ Die Warnung gilt bis 19 Uhr.

München, 8. Juni, 16.22 Uhr: Die Gewitter-Saison ist in vollem Gange. Bereits vergangene Tage haben lokale Unwetter-Ereignisse schwere Überflutungen und Schäden in unterschiedlichen Regionen Bayerns ausgelöst. Hier ein Überblick über die jüngsten Unwetter-Folgen in Bayern.

Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter in Bayern: Franken besonders betroffen

Auch am Dienstagabend warnt der Deutsche Wetterdienst deutlich vor schweren Unwettern* in Bayern. Aktuell vor allem in Mittelfranken Gewitter und Starkregen. Die gesamte Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen* ist auf der DWD-Warnkarte rot eingefärbt. Das heißt, es liegt eine Unwetterwarnung der Stufe drei von vier möglichen Stufen vor. Der Wetterdienst warnt im Wortlaut:

„Es treten Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde sowie Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und Hagel mit Korngrößen um 2 cm.“

Betroffen sind aktuell die Landkreise und Städte:

  • Donau-Ries
  • Neuburg-Schrobenhausen
  • Eichstätt
  • Weißenburg-Gunzenhausen
  • Stadt Ansbach
  • Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim
  • Fürth
  • Nürnberg
  • Nürnberger Land
  • Roth
  • Erlangen
  • Bamberg
  • Kitzingen

Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter am Dienstag: Oberpfalz und Oberland ebenfalls Warnraum

Ebenfalls vor schweren Gewittern, allerdings mit niedrigerer Warnstufe wird im gesamten Oberland (Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen) sowie in der Oberpfalz (Regensburg, Cham, Neumarkt) gewarnt. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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