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Unwetter fordern Todesopfer: Bittere Bilanz in Bayern - DWD warnt weiter vor „schwerem Gewitter“

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Von: Thomas Eldersch

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In der Nähe der B472 im Landkreis Miesbach ging aufgrund des heftigen Unwetters am Sonntagabend eine Mure ab.
In der Nähe der B472 im Landkreis Miesbach ging aufgrund des heftigen Unwetters am Sonntagabend eine Mure ab. © Bernd März/dpa

Starkregen, Hagel und Sturm bestimmt das Wetter am Sonntag in Bayern. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen forderte das Unwetter sogar ein Todesopfer.

München - Am Wochenende zogen erneut heftige Unwetter* über Bayern hinweg. Besonders betroffen war diesmal der Süden des Freistaats. Die Feuerwehren in den Landkreisen in Alpennähe waren im Dauereinsatz. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gab es sogar einen Unwetter-Toten. Die Lage bleibt auch zum Wochenanfang weiter angespannt. Am Montagabend liegen mehrere Unwetterwarnungen für Bayern vor.*

Unwetter in Bayern: Sturmböe erfasst Jägerstand

In einem Band vom Allgäu bis nach Berchtesgaden* erstreckte sich am Sonntagabend das Gewitterband. In einigen Regionen kam es dabei zu massiven Regenfällen und Sturmböen. Für einen 57-jährigen Jäger im Landkreis Garmisch-Partenkirchen* wurde der Sturm zum Verhängnis. Er saß am Sonntagabend auf einem Hochstand in einem Waldstück bei Eglfing, als eine Windböe die gesamte Konstruktion aus der Verankerung riss und umwarf. Der Mann zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.

Besonders heftig wütete das Unwetter auch im Landkreis Weilheim-Schongau*. Hier kam zum Starkregen und Orkanböen auch noch Hagel. Entlang der B2 und der B472 wurden Bäume entwurzelt und fielen auf die Straße. Der Verkehr kam zwischenzeitlich komplett zum Erliegen. In Prem fiel sogar der Maibaum um. Immer wieder liefen Keller voll und Straßen wurden überflutet. Weit über 100 Einsätze mussten die Helfer am Sonntagabend bewältigen.

Ebenfalls in der Nähe der B472 - diesmal aber im Landkreis Miesbach - ging aufgrund des Unwetters eine Mure ab. Die Schlammlawine verschüttete die Staatsstraße 18 zwischen Grossschwaig und Auerschmied. Auch im restlichen Landkreis liefen Keller voll und Bäume stürzten um. Über Teile des Allgäus zogen bereits am Nachmittag heftige Gewitter*. Hier kam es zu Straßensperrungen und Stromausfällen, berichtet BR24. Die Regenfälle konzentrierten sich besonders auf die Gemeinden Roßhaupten und Lechbruck im Landkreis Ostallgäu*.

DWD warnt vor weiteren Unwettern in Bayern

Die Prognose für Montag sieht ebenfalls wenig vielversprechend aus. Erneut spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die Alpenregion und Teile Schwabens sowie Mittelfrankens eine Vorabwarnung vor „Unwetter und schwerem Gewitter“ aus. Bis 22 Uhr kann es in den betroffenen Landkreisen zu Starkregen mit Mengen bis zu 40 Liter auf den Quadratmeter kommen. Dazu kann es hageln und Sturmböen mit bis zu 85 Stundenkilometern sind möglich. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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