Erneut trifft es Franken: Starkregen sorgt für massives Hochwasser
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Ganz Hof steht nach einem Starkregen-Ereignis unter Wasser. Die Straßenzüge sind teils meterhoch eingestaut.

Retter im Dauereinsatz - Behörden mit dringender Warnung

Unwetter und Überflutungen in Bayern: Landkreis Hof löst kurzzeitig Katastrophenfall aus

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Ein schweres Unwetter hat am späten Dienstagabend Chaos in Oberfranken ausgelöst. Der Landkreis Hof hatte zwischenzeitlich den Katastrophenfall ausgelöst.

Update vom 14. Juli, 9.48 Uhr: Am Dienstag hatte Hof den Katastrophenfall ausgerufen, Feuerwehr und Polizei befanden sich aufgrund der heftigen Unwetter im Dauereinsatz (siehe vorheriges Update). Der Landkreis Hof hat den Katastrophenfall am Mittwoch um acht Uhr aufgehoben. Weiter heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes: „Im relevanten Ereigniszeitraum (13.07.2021 16:00 Uhr bis 14.07.2021 01:00 Uhr) wurden der Integrierten Leitstelle rund 700 Einsätze gemeldet. Davon waren 650 Einsätze unwetterbedingt. Die übrigen 50 betreffen rettungsdienstliche Einsätze. Dabei wurden 866 Notrufe unter der ‚112‘ angenommen und abgearbeitet.“

Update vom 14. Juli, 06.06 Uhr: Wieder haben heftige Unwetter in Oberfranken gewütet. Diesmal fielen diese gar so stark aus, dass der Landkreis Hof den Katastrophenfall ausrief. Feuerwehr und Polizei befanden sich im Dauereinsatz. Rund 200 Einsätze habe es gegeben, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes. Heftig traf es besonders die Stadt Selbitz. Allein hier wurden rund 120 Einsätze verzeichnet. Die Grundschule in der Stadt bleibt am Mittwoch aufgrund der Wetterereignisse gar geschlossen.

Neben etlichen Straßensperrungen aufgrund von Hochwassern berichtet die Polizei derweil auch von einem Verkehrsunfall mit zwei leicht verletzten Personen. Ein Auto soll hierbei auf der regennassen Fahrbahn in eine Leitplanke gerutscht sein. Hinzu kamen etliche vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und vereinzelt auch Stromausfälle. Der DWD gibt an, dass allein im besagten Landkreis bis zu 80 Liter vom Himmel kamen, zudem gab es heftige Gewitter.

Was verdeutlicht, wie ernst die Lage vor Ort gewesen sein muss: Zwischenzeitlich war der Notruf 112 wegen der vielen Anrufer nicht sofort erreichbar, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte. Die rettungsdienstliche Versorgung sei aber jederzeit sichergestellt. Allerdings mussten die Einsätze der Feuerwehr priorisiert werden, es kam zu Wartezeiten. Allein zwischen circa 16.00 und 21.00 Uhr kam es zu rund 500 wetterbedingten Alarmierungen.

Erstmeldung: Hof - Der Deutsche Wetterdienst warnte zwar vor lokalen Unwetter-Ereignissen. Die Fluten über Stadt und Landkreis Hof kamen dann aber doch plötzlich und überraschend - und sehr heftig.

Unwetter und Hochwasser in Hof: Plötzlich kommt das Wasser aus den Gullis

Am frühen Abend begann es bereits im oberfränkischen Landkreis Hof stark zu regnen. In kürzester Zeit sind Gullys übergesprudelt und auf Straßen überschwemmt worden, unzählige Keller vollgelaufen. Auch die Stadt Hof ist Land unter. Seit dem späten Nachmittag sind Feuerwehr, THW und Rettungskräften in größeren Teilen des Landkreises Hof vor allem in den nördliche Bereichen des Landkreises im Einsatz. Die anhaltenden Regenfälle brachten zum Teil starke Überschwemmungen mit sich. Hauptverkehrsadern, zahlreiche Wohnhäuser und mehrere Firmengebäude sind schwer betroffen.

Die Retter sind in Stadt und Landkreis Hof im Dauereinsatz.

Unwetter und Hochwasser im Norden von Bayern: Feuerwehr im Dauereinsatz

Wie das Landratsamt Hof am Abend mitteilte, sind seit den Abendstunden die Einsatzkräfte insbesondere in Naila, Selbitz, Köditz, Feilitzsch und Trogen im Einsatz. Aktuell sind über 50 Feuerwehren aus dem Landkreis und der Stadt Hof im Einsatz. Insgesamt sind derzeit knapp 1.000 Kräfte der Feuerwehr sowie 140 Kräfte des THW vor Ort. Das Landratsamt Hof bittet die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig zu sein und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. 

Unwetter überflutet Hof - Landkreis ruft Katastrophenfall aus

Am späten Abend hat der Landkreis Hof den Katastrophenfall ausgerufen. Die Mitteilung im Wortlaut:

„Aufgrund der anhaltenden Starkregenfälle wurde im Landkreis Hof um 20:50 Uhr der Katastrophenfall gem. Art. 4 Abs. 1 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes festgestellt. 

Seit ca. 15:45 Uhr ist in der Integrierten Leitstelle Hochfranken, die durch das Bayerische Rote Kreuz betrieben wird, ein erhöhtes Einsatzaufkommen feststellbar. Deshalb wurde das Personal der Integrierten Leitstelle um dienstfreies und in Bereitschaft befindliches Personal aufgestockt. Die Leitstelle befindet sich aktuell in Vollbesetzung. Von 15:45 bis 21:00 Uhr wurden rd. 500 unwetterbedingte Einsätze alarmiert.

Wir bitten um Verständnis, dass feuerwehrbedingte Einsätze aufgrund des hohen Aufkommens priorisiert werden müssen und Wartezeiten anfallen können. Die rettungsdienstliche Versorgung ist sichergestellt. Beim Notruf 112 kann es in Einzelfällen allerdings zu geringen Wartezeiten kommen. Bitte wählen Sie den Notruf 112 nur im ausdrücklichen Notfall.“

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