1. Startseite
  2. Bayern

Hochwasser-Lage in Bayern entspannt sich: Nur Donau ist noch im roten Bereich

Erstellt:

Von: Tanja Kipke, Katarina Amtmann

Kommentare

Unwetter in Bayern: Hochwasser an der Isar
Um die Hochwasser-Meldestufe der Isar in München überschritt kurzzeitig Meldestufen. © Manuel Schwarz/dpa/dpa-Bildfunk

Ein Tief bringt Dauerregen nach Bayern, der DWD warnt mit einer Unwetterwarnung. In einigen Regionen gilt Alarmstufe rot. Hier wird es noch kritisch.

Update vom 01. September: Die Hochwasserlage entspannt sich in weiten Teilen Bayerns. In Ingolstadt erreicht die Donau gegen Mittag ihren Scheitelpunkt. Die Abens überschritt am Dienstagabend die Meldestufe 3 und sinkt nun wieder. Für die anderen Regionen in Bayern, auch den Alpenrand, wo es bis gestern Abend noch eine Unwetterwarnung vor Starkregen gab, gilt Entwarnung.

Update vom 31. August, 15.22 Uhr: In weiten Teilen Bayern entspannt sich die Hochwasserlage. Nicht so der Fluss Abens, der durch Abensberg und dann weiter in die Donau fliest. Dort wird wohl bis zum Nachmittag die Meldestufe 3 (Überschwemmung von bebautem Gebiet) überschritten. Eine Unwetterwarnung liegt zudem weiter für den Süden Bayerns am Alpenrand vor. Laut Hochwassernachrichtendienst wird dort allerdings maximal Meldestufe 1 überschritten nach derzeitigem Stand.

Update vom 31. August, 8.27 Uhr: Ist der Isar-Pegel über Nacht noch gestiegen, ist er jetzt wieder gesunken. Aktuell liegt er bei 263 cm (Stand 8.15 Uhr). Um 6.15 Uhr lag er noch zehn Zentimeter höher.

Update vom 31. August, 6.16 Uhr: Nach dem starken Regen im nördlichen Oberbayern hat sich die Lage in der Nacht entspannt. Das teilten einige Polizeidienststellen aus betroffenen Gebieten mit. „Grundsätzlich ist die Lage entspannter“, sagte eine Sprecherin der Polizei in Dorfen (Landkreis Erding). Am Abend habe die Polizei dort keine größeren Einsätze verzeichnet. Auch die Einsatzkräfte in Geisenfeld im Kreis Pfaffenhofen und Moosburg (Kreis Freising) berichteten von keinen weiteren Einsätzen in der Nacht.

Am Montag waren in Oberbayern zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden. Die Stadt Dorfen rief gar den Katastrophenfall aus. Besonders betroffen war außerdem der nördliche Landkreis Freising: In der Gemeinde Au in der Hallertau rückte die Feuerwehr laut einem Sprecher bis Montagnachmittag mehr als 50 Mal aus. Auch im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gab es Überschwemmungen. Am Nachmittag meldeten die Landratsämter in Freising und Pfaffenhofen dann eine Entspannung der Lage. Trotzdem sind die Kreise Pfaffenhofen und Kelheim auf der Warnkarte des Hochwassernachrichtendienstes weiter rot eingefärbt. Bereits am Montagnachmittag wurde eine Hochwasserwarnung vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete herausgegeben. Diese ist noch bis zum Dienstagmittag gültig.

Der Pegel der Isar ist über Nacht gestiegen und liegt aktuell bei 273cm, das ist Meldestufe 1 (Stand 6.15 Uhr). Meldestufe 2 würde bei 300m beginnen.

Hochwasser-Lage in Bayern spitzt sich zu: Höchste Warnstufe in zwei Kreisen - auch Warnung für München

Update vom 30. August, 21.12 Uhr: Die Wetterlage in München hat sich beruhigt. Der Pegel der Isar steigt jedoch weiterhin. Gegen 21 Uhr überschritt er die Meldestufe 1 mit 248 cm. Am Sonntag (29. August) lag der Pegel noch rund einen ganzen Meter tiefer. Die Hochwasserwarnung für den Landkreis und die Stadt München gilt voraussichtlich noch bis Dienstagmorgen um 9 Uhr. In der Nacht erwartet der HND zwar erstmal noch einen Anstieg, nach 2 Uhr sei aber mit „einem langsamen Rückgang der Wasserstände zu rechnen“.

Im Landkreis Rottal-Inn wurde die Hochwasserwarnung mittlerweile aufgehoben. Sowie in Miesbach, Mühldorf an der Inn und Weilheim-Schongau. In den Landkreisen Pfaffenhofen an der Ilm und Kelheim gilt weiterhin die höchste Warnstufe und das voraussichtlich auch noch bis Dienstagmittag. In den folgenden Kreisen gilt noch eine Hochwasserwarnung vor „Ausuferungen und Überschwemmungen“:

Hochwasser in Bayern: DWD warnt in München vor Gewittern und „heftigem Dauerregen“

Update vom 30. August, 19.24 Uhr: In München gilt aktuell eine Warnung des DWD vor „starkem Gewitter“ und „heftigem Dauerregen“. Der Pegel der Isar steigt daher weiter an und liegt mittlerweile schon bei 217 cm. Ob er bis 20 Uhr, wie der Hochwassernachrichtendienst ankündigte, wirklich die Meldestufe 1 mit 240 cm überschreiten wird, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch gilt für die Stadt und den Landkreis München weiterhin eine Hochwasserwarnung. Der Landkreis Weilheim-Schongau kann wieder Aufatmen. Die Hochwasserwarnung wurde vom Wasserwirtschaftsamt Weilheim aufgehoben.

Hochwasser in Oberbayern.
Der Dauerregen lässt zahlreiche Flüsse in Bayern ausufern. © Peter Kneffel/ dpa

Update vom 30. August, 18.12 Uhr: Für zahlreiche Landkreise in Bayern gilt aktuell eine Hochwasserwarnung (siehe Update 16.15 Uhr). Der Hochwassernachrichtendienst hat für zwei Kreise nun Entwarnung gegeben. Da der Pegelstand in den Landkreisen Mühldorf an der Inn und Miesbach stark gesunken ist, wurde die Hochwasserwarnung dort aufgehoben. Es seien keine weiteren Ausuferungen mehr zu erwarten.

Unwetter-Lage in Bayern: Hochwasserwarnung nun auch für München

Update vom 30. August, 17.28 Uhr: Im Landkreis und der Stadt München gilt nun ebenfalls Hochwasserwarnung vor „Ausuferungen und Überschwemmungen“. Die Regenfälle führen „zu einem deutlichen Ansteigen der Wasserstände in der Isar.“ Der Hochwassernachrichtendienst (HND) geht davon aus, dass um 20 Uhr die Meldestufe 1 am Pegel München/ Isar überschritten wird. „Der Scheitel der HW-Welle mit 265 cm ist gegen 2 Uhr heute Nacht zu erwarten, danach ist mit einem langsamen Rückgang der Wasserstände zu rechnen“, schreibt der HND.

Update vom 30. August, 16.15 Uhr: In vielen Regionen Bayerns gilt eine Warnung des DWD vor Dauerregen. Der Hochwassernachrichtendienst hat ebenfalls für einige Gebiete Überschwemmungsgefahr angekündigt. Heute Morgen war noch von den Meldestufen eins und zwei die Rede (siehe Erstmeldung). In zwei Landkreisen gilt mittlerweile sogar die Meldestufe 4. Das bedeutet, es besteht „Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete“. Diese Hochwasserwarnung gilt in den Landkreisen Pfaffenhofen an der Ilm und Kelheim. In der ausführlichen Erklärung der Meldestufe 4 heißt es: „Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.“

Überschwemmungen in Dorfen.
In zahlreichen Regionen Bayerns sind ganze Straßen wegen des Hochwassers überschwemmt. © Thomas Gaulke

Im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm würde der Pegel der Ilm zurzeit bei Meldestufe 4 stagnieren, die Starkniederschläge seien inzwischen abgeklungen. Im Landkreis Kelheim rechnet man damit, dass nach der Pegelüberschreitung der Abens in Mainburg auch noch der Pegel bei Aunkhofen die Meldestufe 4 erreichen wird.

Zahlreiche Landkreise sind von Hochwasserwarnungen in Bayern betroffen

Neben den Landkreisen mit Meldestufe 4, sind noch insgesamt zwölf weitere Kreise in Bayern von Hochwasserwarnungen betroffen. Meldestufe 3, also eine Warnung „vor Ausuferungen und Überschwemmungen“ gilt aktuell in folgenden Kreisen:


Im Landkreis Rhön-Grabfeld gab es um 16.09 Uhr Entwarnung. Die Hochwasserwarnung der Meldestufe 3 gilt dort nicht mehr. In den Landkreisen Altötting, Passau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Neuburg Schrobenhausen gilt aktuell eine „Vorabwarnung Hochwassergefahr“.

Hochwasserwarnungen in und um München: „Lage wird sich heute noch ausweiten“

Erstmeldung vom 30. August, 10.10 Uhr: München - Im südlichen Oberbayern droht ergiebiger Dauerregen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben, die bis Dienstag (21 Uhr) gültig ist. Betroffen sind Rosenheim, München, die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Ebersberg, Traunstein, Altötting und das Berchtesgadener Land.

Warnkarte DWD
Für Teile Bayerns liegen amtliche Unwetterwarnungen vor. © Screenshot DWD

Tief bringt Dauerregen nach Bayern: HND warnt vor Hochwassergefahr

Vor allem im Chiemgau seien bis Dienstagabend Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter möglich, wie ein DWD-Meteorologe am Montag sagte. Nachdem in etwa die gleiche Menge in Teilen der Region schon seit Samstagmorgen gemessen wurde, warnte der Wetterdienst am Montag vor möglichem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen. Auch Erdrutsche seien möglich.

(Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie rund um die anstehende Bundestagswahl über alle Entwicklungen und Ergebnisse aus dem Freistaat – und natürlich auch über alle anderen wichtigen Geschichten aus Bayern.)

Dauerregen in und um München: HND warnt vor Hochwassergefahr

Hochwasser in Nordbayern
Der Hochwassernachrichtendienst hat Warnungen herausgegeben (Archivbild) © David Ebener/dpa/dpa-Bildfunk

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldete am Montag, es seien Ausuferungen und Überschwemmungen der Meldestufen eins und zwei an einzelnen Flüssen Oberbayerns möglich. Auch am Isar-Pegel in München und der Mangfall-Messstelle in Rosenheim sei mit einem Überschreiten der ersten von vier Hochwasser-Meldestufen zu rechnen. Durch die erwarteten Regenfälle werde „sich die Hochwasserlage insbesondere in Südostbayern heute noch ausweiten.

Am Dienstagabend solle sich die Situation aber wieder deutlich entspannen, sagte der DWD-Experte. „Das Tief über Osteuropa zieht dann ab.“ Von der Nacht auf Mittwoch an solle es in der Region wieder trocken werden.(kam mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare