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Grund für Hochwasser gefunden

Simbach: Rohr löste tödliche Flutwelle aus

Simbach - Neun Tage nach dem verheerenden Hochwasser im niederbayerischen Simbach ist die Ursache für die tödliche Flutwelle offenbar gefunden.

Die Flutkatastrophe in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn) mit mehreren Toten ist durch Dammbrüche und mindestens ein verstopftes Rohr ausgelöst worden. „Sie können aber nicht die alleinige Ursache gewesen sein“, sagte Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid (CSU) am Freitag. Es habe am Mittwoch vergangener Woche so stark geregnet, dass das Unglück nach seiner Einschätzung nicht verhindert werden konnte.

„Wenn ein Damm am Simbach auf einer Länge von 75 Metern bricht, reißt natürlich eine Menge Wasser in den Ort“, sagte Schmid. Auch eine Auffahrt zu einem Schulzentrum vor den Toren der Stadt habe den Wassermassen nicht standgehalten. „Die sieht zwar aus wie ein Damm, hat aber nicht die Funktion eines Damms“, erklärte der Bürgermeister.

Alles zur aktuellen Hochwasser-Lage im Voralpenland finden Sie hier.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, Wassermassen hätten sich an einem mit Baumstücken und Sträuchern verstopften Rohr gestaut, so dass diese damm-artige Konstruktion am Nachmittag des 1. Juni brach. „Die reine Ursache für die Flutwelle ist das nicht“, sagte Schmid der Deutschen Presse-Agentur. „Da kommen viele Faktoren zusammen.“

Derzeit stünden noch die Aufräumarbeiten im Vordergrund. Aber es werde ebenso analysiert, was zu der Katastrophe führte, bei der auch zahlreiche Häuser zerstört wurden und Sachschaden im Millionenbereich entstand. „Das wird aber noch längere Zeit brauchen“, sagte Schmid.

Überschwemmungen in Niederbayern: So sieht es vor Ort aus

dpa

Rubriklistenbild: © fib

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