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In Neufahrn (Landkreis Freising) hat der Sturm einen Kran zum Umstürzen gebracht.

Blitzeinschläge, Hagel und Sturmböen

So wüteten die Unwetter in Bayern

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München - Riesige Hagelkörner, Blitzeinschläge und Verletzte: Heftige Unwetter mit zum Teil schweren Sturmböen sind am Mittwochabend und Donnerstagmorgen über Bayern hinweggefegt.

Unwetterwarnungen für fast alle Landkreise

Heftige Gewitter mit Hagel, Sturm und Starkregen sind in der Nacht zum Donnerstag über ganz Bayern gezogen und haben mancherorts eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Auch bei der Münchner S-Bahn sorgte der Sturm für Probleme. So war etwa der S-Bahnverkehr der S8 unterbrochen, nachdem ein Baum in die Oberleitung gekracht war. Eine Signalstörung beeinträchtigte den S-Bahnverkehr der Strecke der S7 Kreuzstraße.

In Neufahrn (Landkreis Freising) ist durch die Sturmböen ein Kran umgekippt und auf ein Wohnhaus gestürzt. Die Bewohner des Wohnhauses blieben Polizeiangaben zufolge unverletzt. Hier gibt es Bilder des zerstörten Wohnhauses.

Unwetterwarnungen gab es nahezu in ganz Oberbayern. Auf Twitter häuften sich unter dem Hashtag #Unwetter die Meldungen für unzählige Landkreise, darunter München, Miesbach, Ebersberg, Bad Tölz - Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Starnberg.

Der Deutsche Wetterdienst warnt für Bayern bis Mittag noch vor vereinzelt schweren Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern. In den Alpen sind weiterhin noch einzelne Gewitter mit Hagel und Starkregen über 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde möglich.

Besonders heftig wüteten die Unwetter aber im Südwesten Deutschlands:  

Tornado verwüstet Dorf in Schwaben

Das schwere Unwetter in Schwaben hat in der Nacht zum Donnerstag allein im Landkreis Aichach-Friedberg 178 Gebäude beschädigt. Besonders betroffen ist die Gemeinde Affing. Dort fegte ein Tornado über das Dorf. 

Affing in Schwaben: Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung

Affing in Schwaben: Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung

Zwei Menschen nach Blitzschlag verletzt

Zwei Menschen sind im Südwesten schwer verletzt worden. Beide hätten während des Unwetters am Mittwochabend in Freiburg in unmittelbarer Nähe eines Blitzeinschlags gestanden, sagte ein Feuerwehrmann in Freiburg. Sie werden derzeit in einer Klinik behandelt. Über Alter und Geschlecht der beiden hatten die Einsatzkräfte zunächst keine Informationen.

Mini-Tornado in Augsburg?

In der Region Augsburg sind durch Sturmböen von bis zu 120 Stundenkilometern mehrere Wohnhäuser schwer beschädigt worden. Sieben Menschen verletzten sich dabei leicht. Ein Mehrfamilienhaus war durch Sturmböen so stark beschädigt, dass es einsturzgefährdet ist. Das komplette Dach des Hauses wurde nach Zeugenaussagen von einem Mini-Tornado abgedeckt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach konnte das zunächst nicht bestätigen. Das Gebäude, in dem 50 Menschen leben, wurde evakuiert. „Der Sachschaden dürfte in die Millionen gehen“, sagte ein Polizeisprecher am frühen Donnerstagmorgen. Die Einwohner wurden zunächst in einem naheliegenden Pfarrheim und anschließend in einer Jugendherberge in Augsburg untergebracht.

Golfballgroße Hagelkörner in Freiburg

In Freiburg (Baden-Württemberg) fielen etwa golfballgroße Hagelkörner vom Himmel.

Zum Teil golfballgroße Hagelkörner haben in Freiburg dagegen vergleichsweise geringen Schaden angerichtet. „Über einzelne Schäden, zum Beispiel an Autos, lässt sich erst in der Früh etwas sagen. Es ist glimpflich ausgegangen“, sagte ein Polizeisprecher. In der Nacht waren durch den starken Regen noch mehrere Straßen und Unterführungen überschwemmt. In einer Unterführung stand das Wasser laut Feuerwehr zeitweise bis zu einem Meter hoch. Polizei und Feuerwehr hatten insgesamt rund 100 Einsätze.

Das Feuer in einem Kirchturm bei Waldshut konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Laut Polizei ist durch den Blitzeinschlag ein „erheblicher Schaden“ an der Kirche entstanden. Menschen wurden nicht verletzt.

Im Landkreis Aichach-Friedberg in Bayern beschädigte das laut Polizei nur 15 Minuten andauernde Unwetter mehrere Dächer, drückte Mauern ein oder ließ Bäume umstürzen. An der Realschule in Aichach wurde vom Sturm das komplette Dach abgedeckt. Am frühen Donnerstagmorgen hob der DWD alle Unwetterwarnungen für Deutschland auf.

dpa/vh

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