Unwetter toben über Niederbayern: 600 Notrufe

Straubing - Unwetter in Niederbayern haben am Mittwochabend zu Hochbetrieb bei Polizei und Feuerwehr geführt.

Während orkanartiger Sturmböen bei Starkregen gingen 600 Notrufe bei der Einsatzzentrale in Straubing ein, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Straßen wurden überschwemmt und Keller standen unter Wasser. Umgestürzte Bäume und heruntergerissene Äste blockierten vorübergehend eine Bahnstrecke bei Dingolfing. Auf der A92 bei Plattling (Kreis Deggendorf) wurde ein Lastwagen von einer Windböe umgeworfen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden lag nach Angaben der Polizei bei 10 000 Euro.

Ebenfalls im Kreis Deggendorf wurden mehrere Strommasten durch den Sturm umgeknickt, mancherorts fiel kurz der Strom aus. In dem Ort Sautorn in der Gemeinde Stephansposching riss der Sturm das Dach einer Reithalle und den Dachstuhl eines Einfamilienhauses weg. Dort wurden zudem Schuppen und andere Holzbauten zerstört. Der Gesamtschaden in dem Ort wurde auf 300 000 Euro geschätzt.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes brachte das kleine, über Bayern nordostwärts ziehende Tief heftigen Starkregen zwischen 30 und 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Es gab Hagel. Auch das Gebiet um Landshut sowie Straubing, Passau und der Bayerische Wald wurden von dem Unwetter getroffen. Viele Keller liefen voll. Noch am Abend zogen die Gewitter über den Bayerischen Wald nach Tschechien

Schon in den vergangenen Wochen hatte es in Bayern mehrere heftige Gewitter mit Wolkenbrüchen gegeben. Zahlreiche Straßen, Unterführungen und Keller wurden überschwemmt. Auch in der Nacht zum Mittwoch war ein Unwetter über Teile Bayerns hinweggezogen.

dpa

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