Diese Hagelkörner gingen über Ober- und Unterammergau nieder.

Unwetter über Bayern: Hagel, Blitz und heftiger Regen

München - Heftige Gewitter und Blitzeinschläge haben in der vergangenen Nacht für große Schäden in Bayern gesorgt. Die Bilanz:

Große Schäden hat ein Unwetter am Donnerstag am Walchensee angerichtet. Tennisballgroße Hagelkörner zerschlugen Autoscheiben, Dachfenster und Solaranlagen.

Hagelschlag am Walchensee

Hagel-Unwetter in Urfeld und Walchensee

Zum dritten Mal binnen weniger Wochen hat ein Unwetter eine Schneise der Verwüstung durch den Landkreis Erding geschlagen. Hunderte Einsatzkräfte waren bis am Freitagvormittag im Einsatz. In voll gelaufenen Kellern entstanden hohe Sachschäden.

Unwetter: Landkreis Erding säuft ab

Unwetter: Landkreis Erding säuft ab

Über Ober- und Unterammergau zog ein schweres Hagelgewitter hinweg. Es brachte den Verkehr zum erliegen. Die Hagelkörner hatten die Größe von Golfbällen.

Bilder aus Ober- und Unterammergau

Bilder vom schweren Hagel-Unwetter

Im Landkreis Weilheim-Schongau hat ein Blitz ein Stadel getroffen. Der Stadel brannte völlig nieder. Schaden: 30.000 Euro.

Auch im Landkreis Dachau hielt das Unwetter am Donnerstagabend Polizei und Feuerwehr auf Trab. In der Gemeinde Altomünster geriet ein Einödhof in Brand. Ursache des Großfeuers war vermutlich ein Blitzeinschlag.

Großbrand bei Altomünster

Großbrand bei Altomünster

Auch in Starnberg (Ortsteil Leutstetten) hat ein Blitz ein Feuer ausgelöst. Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses geriet in Brand. Schaden: 200.000 Euro.

Insgesamt entstand durch die Brände in Altomünster und Starnberg nach Angaben der Polizei ein Schaden von über 1,2 Millionen Euro.

Dachstuhlbrand in Leutstetten

Leutstetten: Dachstuhl brennt

Über Fürstenfeldbruch öffnete der Himmel seine Schleusen.

In München hinterließ der Gewittersturm zwar keine größeren Schäden. Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums verzeichnete aber knapp 30 Einsätze mit „Sturmbezug“. Dabei waren in den meisten Fällen Verkehrsbehinderungen durch herabgefallene Äste der Grund für polizeiliches Einschreiten.Verletzt wurde nach bisherigen Kenntnissen niemand.

Gewitter und Sturm haben in der Nacht zum Freitag Schäden im gesamten Landkreis München angerichtet. Zu insgesamt 80 Einsätzen rückten die Freiwilligen Feuerwehren aus. Einsatzschwerpunkt war Garching.

Zu Probleme kam es auch bei der Bahn: Am Donnerstagabend war die Flughafenlinie der S-Bahn, die S1, zwischen Moosach und Feldmoching unterbrochen. Wegen Bäumen auf den Gleis in Hallbergmoos verkehrte auch die Linie S8 nur bis Ismaning. Zwischen Dachau und Markt Indersdorf war die Strecke wegen eines Baumes auf dem Gleis gesperrt.

Nach Angaben der Bahn haben Mitarbeiter die Schäden noch am selben Abend behoben. "Die Aufräumarbeiten haben in keinem der Fälle länger als eineinhalb Stunden gedauert", sagte ein Sprecher. Außerdem habe es eine Störung nach einem Blitzeinschlag gegeben: Auf der Strecke von Saalfeld nach Lichtenfels im Norden Bayerns war ein Stellwerkkasten beschädigt worden. Am Freitag habe es keine unwetterbedingten Verspätungen mehr gegeben.

Blitzeinschläge haben am späten Donnerstagabend in Niederbayern Schäden von mehreren hunderttausend Euro verursacht. Verletzt wurde durch das heftige Gewitter aber niemand, wie die Polizei in Straubing am Freitagmorgen berichtete. Straßen wurden überschwemmt oder von umgestürzten Bäumen blockiert, Gullydeckel aus der Fassung gedrückt.

In den meisten anderen Regionen Bayerns blieb die Nacht laut Polizei hingegen eher ruhig. In Memmingen hatte die Feuerwehr mit vollgelaufenen Kellern zu tun, wie es aus dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten hieß. Andernorts blieben die Regengüsse harmlos.

mm

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