Alarmstufe Rot

Wetterdienst warnt: Erst Starkregen, dann Schnee!

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München - Wetter-Experten warnen vor schweren Unwettern in Teilen von Oberbayern. Es soll Orkanböen geben und Dauerregen mit Überflutungsgefahr.

Die Karte leuchtet rot - es ist die vorletzte Warnstufe, Eskalation wäre violett: In Oberbayern soll es am Dienstagabend ab 18 Uhr zu schweren Unwettern kommen. Der Online-Wetterdienst wetter.net warnt vor Orkanböen von bis zu 139 Stundenkilometern (Spitzenwerte in Lagen oberhalb 1500 Metern). Außerdem soll es zu ergiebigem Dauerregen mit Überflutungsgefahr kommen. Wer kann, sollte sich am Feierabend schnell ins Trockene retten.

Das Unwetter ist erst am Mittwochvormittag einigermaßen überstanden. Laut Experten handelt es sich bei dem Sturm um Ausläufer von Hurrikan "Gonzalo". Im Norden Deutschlands bekamen die Menschen das schon über den Tag zu spüren.

Experte: Oberstdorf könnte kurz weiß werden

Am Mittwoch sorgt der Kaltlufteinbruch in Bayern für Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern und Temperaturen bis maximal nur noch zehn Grad. In höheren Lagen gibt sogar der Winter sein erstes Gastspiel. Bis auf 800 Meter kann es schneien. „Dass Oberstdorf mal kurz weiß wird, ist möglich“, sagt ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst. Besonders hart trifft es die alpinen Regionen. Dort rechnen die Experten mit einem massiven Wintereinbruch und mehr als einem Meter Neuschnee. Ungewöhnlich ist das für Ende Oktober nicht. "Es ist eher ungewöhnlich, dass auf der Zugspitze noch kaum Schnee liegt", so der Experte.

Bereits am Montagabend hatte es in einigen Teilen Oberbayerns heftig gewittert und geregnet. Im Raum Starnberg waren etwa die Wiesen  rund um den Wörthsee überflutet. In Walchstadt blockierte ein Baum eine Straße, alle anderen Fälle gingen

Hart traf es vor allem Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg. Innerhalb kürzester Zeit standen Straßen, Keller, Gullis, Gräben komplett unter Wasser, genau wie die Bahnunterführung Gelting. Ein Autofahrer blieb sogar in den Wassermassen stecken. Feuerwehr und Bauhof waren mit fast 20 Mann stundenlang im Einsatz.

kg/am/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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