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Seinen hohen Erwartungen wird der Freistaat Bayern bei Urlaubern nicht immer gerecht.

Urlauber enttäuscht

Urlaub: Bayern eilt ein zu guter Ruf voraus

Nürnberg - Die Feriengebiete im Freistaat Bayern enttäuschen einer Studie zufolge manch deutschen Urlauber. Schuld daran sind die hohen Erwartungen.

Vor allem bei der Kinderfreundlichkeit, aber auch bei den Sehenswürdigkeiten und Bademöglichkeiten erwarten viele Sommerfrischler vor Antritt ihrer Reise demnach mehr, als sie dann tatsächlich vorfinden. Wie die Stiftung für Zukunftsfragen am Mittwoch in Hamburg mitteilte, ist dies aber zugleich wenig überraschend. „Keine andere deutsche Urlaubsdestination hat ein besseres Image als die Feriengebiete in Bayern“, hieß es. Bei so hohen Erwartungen sei es fast logisch, dass nicht alle Vorstellungen erfüllt werden könnten.

Für die Studie hatten die Marktforscher der Nürnberger GfK im Auftrag der Stiftung mehr als 4000 Bundesbürger ab 14 Jahren in verschiedenen Kategorien über ihre Urlaubserwartungen und die dann tatsächlich gemachten Erfahrungen befragt. Dabei klafften in Bayern Anspruch und Wirklichkeit besonders bei der Familienfreundlichkeit auseinander: 46 Prozent der Befragten hatten in Bayern hohe Kinderfreundlichkeit erwartet, nur 18 Prozent sahen dies hinterher als erfüllt an.

Auch die Zahl der Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele war mit hohen Erwartungen verbunden (56 Prozent) und von 35 Prozent dann als unter den Erwartungen beurteilt worden, ebenso Seen und Schwimmbäder (29/10 Prozent). Die Abwechslung vom Alltag war vielen ebenfalls nicht groß und die Gastronomie nicht vielfältig genug. Positiv überrascht waren die Urlauber jedoch vom Preis-Leistungs-Verhältnis, das 26 Prozent als günstig erwartet hatten und 51 Prozent im Nachhinein als gut bewerteten. Auch die Landschaft, das Wetter und die Gastfreundschaft konnten punkten.

dpa

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