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Ursula Herrmann wurde 1981 entführt und erstickte qualvoll in einer Kiste.

Fall Herrmann - Angeklagter spricht von "Betriebsunfall"

Augsburg - Der Angeklagte im Prozess um die 1981 entführte Ursula Herrmann hat den Todesfall des Mädchens am Telefon als “Betriebsunfall“ bezeichnet.

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Der 59-Jährige sei von September 2007 an neun Monate lang abgehört worden, sagte eine Polizeibeamtin als Zeugin am Dienstag vor dem Landgericht Augsburg. Dabei habe er am Telefon zu einem Mitbeschuldigten über den Entführungsfall gesagt, bei dem Tod des zehnjährigen Mädchens habe es sich um einen “Betriebsunfall“ gehandelt. “Es wollte ja keiner, dass das Kind stirbt.“

Der Fall Ursula Herrmann

Der Fall Ursula Herrmann in Bildern

Bei der Telefonüberwachung waren bis Juni 2008 nach Angaben der Zeugin rund 7000 Verbindungen mitgeschnitten worden. Darunter hätten sich “einige für die Tat relevante Gespräche“ befunden. So soll der Angeklagte mehrmals über Verjährungsfristen der Tat mit dem Mitbeschuldigten gesprochen und sich gewundert haben, dass der Mordvorwurf gegen ihn in erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge geändert worden war.

dpa

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