US-Streitkräfte ziehen sich zurück

US-Armee schließt Kasernen in Ansbach und Garmisch

Ansbach - Die US-Streitkräfte ziehen sich aus Kostengründen von Standorten in Europa zurück. In Bayern sind Ansbach und Garmisch betroffen. Die Schließungen sollen aber kein Abschied auf Raten sein.

Im Zuge von Sparmaßnahmen schließen die US-Streitkräfte in Ansbach eine ihrer Kasernen. Etwa 500 Soldaten und zivile Mitarbeiter würden versetzt - die meisten von ihnen aber innerhalb von Ansbach, erklärte Standortsprecherin Cornelia Summers am Freitag. Nur die Schule für Angestellte des US-Verteidigungsministeriums werde nach Rheinland-Pfalz verlegt. In Bayern ist außerdem die Artillery Kaserne in Garmisch-Partenkirchen betroffen. Sie soll teilweise geschlossen werden. Zwei Drittel der Anlage sollen dann an Deutschland zurückgehen.

Das Verteidigungsministerium der USA hatte am Donnerstag bekanntgegeben, Einrichtungen in ganz Europa zu schließen, um Kosten zu sparen. Die Ansbacher Kaserne Barton Barracks ist eine von fünf US-Kasernen in der Stadt und soll voraussichtlich 2021 zugemacht werden. Trotz der Schließung betonte Sprecherin Summers, dass das amerikanische Militär nicht vorhabe, sich komplett aus Ansbach zurückziehen: „Nur weil die Barton Barracks zugemacht werden, heißt das nicht, dass wir aus Ansbach weggehen“, sagte sie.

Die Stadtverwaltung denkt bereits über die Nutzung des 14 Hektar großen Geländes nach. „Die Fläche eignet sich sowohl als Behördenstandort, für Wohnungen oder als Fläche für Bildungseinrichtungen“, sagte Bürgermeisterin Carda Seidel (parteilos). Bis 2021 bleibe aber noch genug Zeit, um alle Ideen in Ruhe abzuwägen.

Rund um die Militäreirichtungen in Ansbach leben und arbeiten etwa 13 000 Menschen - darunter etwa 3000 Soldaten. Die anderen sind Angehörige und Zivilangestellte. Der Standort hatte in der Vergangenheit immer wieder für Ärger gesorgt: Bürger beschwerten sich wegen des Fluglärms, der durch die US-Hubschrauber verursacht wird.

Rubriklistenbild: © dpa

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