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Die US-Kaserne in Schweinfurt wurde geschlossen.

Feierliche Schließung

US-Kaserne in Schweinfurt macht Platz für Flüchtlinge

Schweinfurt - Die US-Armee hat am Freitag ihre Ledward-Kaserne im unterfränkischen Schweinfurt mit einer Zeremonie geschlossen.

Zum letzten Mal wurden die deutsche und die amerikanische Flagge eingeholt. „Wir bedauern den Abzug unserer amerikanischen Freunde, denn über all die Jahrzehnte sind Schweinfurter und die US-Gemeinde zusammengewachsen“, sagte Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU). „Bei den Auslandseinsätzen haben wir mit ihnen gehofft und gebangt.“

Die US-Armee besetzte Schweinfurt im April 1945. Drei Jahre später übernahmen die amerikanischen Streitkräfte die ehemalige Panzerkaserne der Wehrmacht und benannten sie in Ledward Barracks um - zu Ehren des Befehlshabers des 27. Artilleriebataillons William J. Ledward.

Neben der Entwicklung neuer Wohngebiete soll die Hochschule für angewandte Wissenschaften Teile der Kaserne nutzen. Auch Forschungseinrichtungen und Gewerke sind auf dem Areal geplant. „Die derzeitige Notlage macht es allerdings auch erforderlich, zumindest vorübergehend, Asylbewerbern eine Unterkunft zu bieten“, sagte Remelé. Nach Plänen der Regierung von Unterfranken soll in der Ledward-Kaserne eine Notunterkunft für bis zu 150 Asylbewerber eingerichtet werden.

dpa

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