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US-Soldaten holen am auf dem US-Kasernengelände Leighton Barracks in Würzburg die US-Flagge ein.

US-Armee holt Flagge ein - Abschied nach 60 Jahren

Würzburg - Mit einer 15-minütigen und unspektakulären Zeremonie hat sich die US-Armee am Mittwoch aus Würzburg verabschiedet. "Dies ist ein historischer Moment", sagte Oberstleutnant Anthony Haager, Kommandeur der US-Army Garnison Schweinfurt, bei der nicht öffentlichen Veranstaltung auf dem Kasernengelände Leighton Barracks.

Würzburg sei mehr als 60 Jahre lang Heimat für Tausende amerikanische Soldaten und ihre Familien gewesen. “Die Freundschaft unserer Nationen hat hier begonnen“, sagte Haager.

“Die US-Army hat das Land von dem Nazi-Terrorregime befreit“, betonte Unterfrankens Regierungspräsident Paul Beinhofer und sprach der Armee seinen Dank aus. Anschließend holten US-Soldaten bei strahlend blauem Himmel und frostigen Temperaturen die amerikanische und die deutsche Flagge ein. Bereits im vergangenen Sommer waren die meisten der in Würzburg stationierten Streitkräfte abgezogen worden. Seitdem hatten etwa 50 Zivilangestellte des Militärs die Gebäude auf dem 135 Hektar großen Gelände geräumt.

Das Areal fällt jetzt an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ( BImA ). Oberstleutnant Haager übergab dem BImA-Hauptstellenleiter für Verwaltungsaufgaben in Bayern, Karl-Heinz Walker, einen großen goldenen Schlüssel als Symbol für den nun uneingeschränkten Zutritt zu dem Gelände, das bisher streng abgeriegelt war. Bis zu 10 000 Soldaten unter anderem der 1. Infanteriedivision und Hunderte Zivilbeschäftigte hatten hier zeitweise gelebt.

In den Leighton Barracks sieht die Stadt nun eine große Chance. Zum einen soll auf den Flächen ein neuer Stadtteil entstehen. Zum anderen will Bayern bis zu 39 Hektar des Areals kaufen, um es für die Erweiterung der Würzburger Universität zu nutzen.

dpa

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