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Es gibt wieder einen Wolf in Bayern. Unter den Merkur-Online- und tz.de-Nutzern ist daraufhin eine heftige Diskussion entbrannt.

"Erzählt es nicht weiter!"

Der Wolf in Bayern: Was sagen die User?

Lengdorf - Er ist wieder da. Zwei Frauen entdecken am Sonntagmorgen einen Wolf auf einem Feld im Isental. Ihre Fotos des wilden Tiers haben eine heftige Diskussion unter unseren Usern ausgelöst.

Wie ein Raubtier schaut er auf den ersten Blick gar nicht aus. Nur kurz beobachtet der Wolf das Auto der beiden jungen Frauen im Isental nahe Dorfen (Kreis Erding), dann flüchtet er über die Felder. Für spektakuläre Fotos hat es dennoch gereicht. Und der Wolf scheint die Gemüter durchaus zu erhitzen, wie die Diskussion unter den Usern auf merkur-online und tz.de zeigt.

War es wirklich ein Wolf?

Es gibt auch Zweifler, ob es sich bei dem fotografierten Tier wirklich um einen Wolf handelt. Obwohl eine vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) in Auftrag gegebene Auswertung ergeben hat, dass das Tier tatsächlich ein Wolf ist, bleibt tz-Nutzer "hpsat" skeptisch: "Ein Wolf, der sich fotografieren lässt ist sehr wahrscheinlich keiner. Die Tiere sind extrem scheu und meiden den Menschen und natürlich auch die Nähe von Verkehrswegen", schreibt er und vermutet: "Das war sicher nur ein streunender Hund."

"Die Hysterie schadet dem Wolf"

Die allgemeine Hysterie nicht nachvollziehen kann auch tz-User "sumanitu taka" - allerdings aus einem anderen Grund: Die Aufregung schade dem Wolf nur, meint er: "Leute, wenn Ihr einen Wolf seht, dann freut euch und erzählt es nicht weiter!" Den Ärger bei den Almbauern kann er nicht nachvollziehen. Sie hätten genug Zeit gehabt, sich über Herdenschutz zu informieren und sich der Natur anzupassen. "Stattdessen verlassen sie sich immer noch auf die Politiker - und sind verlassen."

Eine heftige Diskussion um den Sinn der Jagd

Angst um den Wolf hat auch Merkur-Online-User "hermannBa": "Jetzt werden die Jäger vermutlich wieder sehr aktiv werden... man kann ja so einfach wieder mal töten..." Ein Vorwurf, den Nutzer "Freebird" so nicht gelten lassen will, denn "die meisten Wölfe werden im Straßenverkehr überfahren". Es liege auch im ökologischen Verantwortungsbewusstsein, überzählige Tiere zu jagen. "Man muss dabei keine Lust am Töten verspüren." Stattdessen sei die Jagd "gelebter Naturschutz".

Das sieht User "stopptdiejagd" völlig anders. Er geht sogar noch weiter: "Verantwortungsvolle Menschen essen gar kein Fleisch oder nur Bio. Niemals Wild, niemals Massentierhaltung."

Der Nutzer "ehemGast" wirft eine etwas grundsätzlichere Frage auf: "Was ist nun besser an Fleisch von eingesperrten Tieren als Fleisch von Tieren, die ein freies und artgerechtes Leben in der Natur hatten?"

Die Grundsatzfrage über den Umgang mit der Natur

Als ein weiteres Beispiel für die Ausbreitung des Menschen auf der Erde wertet Merkur-User "OhneNick" die Problematik mit dem Wolf. "Jedes Lebewesen auf dieser Kugel hat das Recht zu leben", findet er. Doch für viele Tiere sei in der freien Natur kein Platz mehr, "weil sich der Mensch wie eine Plage in alle Ecken und Ritzen dieser Welt ausbreitet". Und dieser Entwicklung werde auch der Wolf zum Opfer fallen. "Ich bin mal gespannt, wie lange er noch lebt", schreibt "OhneNick". "Lange gebe ich ihm aber nicht mehr... der arme Kerl!"

User "fernschnellaberauchgut" versucht zu vermitteln: "Es wird immer Situationen geben, hierzulande wie überall, die es notwendig erscheinen lassen, wildlebende Tiere zu töten. Und es muss Menschen geben, die diese Aufgabe verantwortungsbewusst bestreiten."

Einfach abgeschossen werden kann der Wolf nicht

Dass der Wolf nicht so einfach abgeschossen werden kann, betont schließlich Merkur-User "Jagdazubi": "Der Jagdschein nützt in Sachen Wolf dem Landwirt überhaupt nichts", beruhigt er die besorgten Tierfreunde. "Der Wolf ist geschützt, Punkt aus."

Egal wohin der Wolf wandert oder was aus ihm wird: Es ist ein Thema, das die Menschen bewegt. Die heftige Diskussion unter den Merkur-Online- und tz-Usern zeigt es deutlich.

sg

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