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Mit dieser Totenkopfmaske hatte Vanessas Mörder die Zwölfjährige erschreckt, bevor er sie tötete.

Menschenrechts-Gerichtshof angerufen

Vanessas Mörder: Verwahrung rechtens?

Augsburg/Straßburg - Der Mord an der kleinen Vanessa aus dem Jahr 2002 schockiert immer noch die Menschen. Nun beschäftigt sich der Menschenrechtsgerichtshof mit dem Fall.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte prüft die Rechtmäßigkeit der Sicherungsverwahrung des Mörders der zwölfjährigen Vanessa aus dem bayerischen Gersthofen. Der Gerichtshof in Straßburg hat deswegen von der Bundesrepublik eine Stellungnahme zu dem Fall gefordert. Eine Sprecherin des Bundesjustizministeriums in Berlin erklärte, die Bundesregierung werde bis zum Termin am 21. Januar die Stellungnahme abgeben.

Verkleidet mit einer Totenkopfmaske hatte der damals 19-Jährige am Rosenmontag 2002 Vanessa in deren Kinderzimmer in Gersthofen erstochen, während die Eltern des Mädchens bei einem Faschingsball waren. Das Motiv des Mörders ist bis heute unklar.

Die Jugendhöchststrafe von zehn Jahren Haft hat der Mann abgesessen. Das Landgericht Augsburg ordnete für ihn im November 2012 jedoch die nachträgliche Sicherungsverwahrung an: Es bestehe bei ihm weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit schwerster Gewalt- oder Sexualdelikte. Der Bundesgerichtshof verwarf später die Revision des Täters.

Der Verteidiger des heute 32-Jährigen forderte bereits in dem Augsburger Verfahren die Freilassung seines Mandanten. Er zweifelte die rechtliche Grundlage für den weiteren Freiheitsentzug an und sprach von rechtlicher Willkür. Seiner Meinung nach verstößt die Sicherungsverwahrung nach verbüßter Haftstrafe gegen Artikel der Europäischen Menschenrechtskonvention, in denen es um das Recht auf Freiheit und Sicherheit geht sowie darum, dass es keine Strafe ohne Gesetz geben dürfe.

dpa

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