Kutschenunfall: Warten auf Gutachten

Velburg - Ein mysteriöser Unfall ereignete sich am Freitagabend in der Oberpfalz: Eine Autofahrerin raste in eine vollbesetzte Pferdekutsche. Die Polizei wartet nun auf ein Gutachten.

 

Nach dem Pferdekutschenunfall im oberpfälzischen Velburg (Landkreis Neumarkt) mit 22 Verletzten ermittelt weiter die Polizei. "Das Gutachten des Sachverständigen zum Unfallhergang wird noch einige Zeit dauern", sagte ein Polizeisprecher in Parsberg am Montag. Ihm sei auch nicht bekannt, ob die 13 Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten, bereits entlassen wurden.

Unter den Verletzten ist auch die 41 Jahre alte Unfallfahrerin. Sie war am Freitag mit ihrem Auto ungebremst in eine von zwei Pferdekutschen mit Gästen einer Weihnachtsfeier gerast. Dabei wurden die 23 Insassen und die beiden Kutscher von den Sitzbänken auf die Straße und das angrenzende Feld geschleudert. Zwei Fahrgäste, die auf den hinteren Plätzen saßen, wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei war die Straße trotz Minustemperaturen nicht glatt.

Das Gutachten soll unter anderem klären, ob die Pferdekutschen ausreichend beleuchtet waren. "Der Unternehmer macht das seit Jahren profihaft. Ohne dem Gutachten vorgreifen zu wollen, gehe ich davon aus, dass der Betreiber sehr wohl weiß, welche Voraussetzungen er im Straßenverkehr zu erfüllen hat", sagte der Polizeisprecher weiter. Die beiden Pferdekutschen kamen von einem nächtlichen Ausflug zu den Tropfsteinhöhlen bei Velburg zurück. Sie wurden von vier Tieren gezogen, die unverletzt blieben. Die Kutschfahrten wurden von einem Unternehmen aus dem Raum Würzburg gebucht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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