Veranstaltungsagentur im Visier des Zolls

Landshut/Deggendorf - Mehr als 100 Einsatzkräfte von Zoll und Staatsanwaltschaft Deggendorf haben Räume von Mitarbeitern einer Veranstaltungsagentur durchsucht.

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Es bestehe der Verdacht auf Sozialversicherungsbetrug, sagte Einsatzleiter Franz Utler vom Hauptzollamt Landshut am Donnerstag und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Einige Mitarbeiter der Agentur bei Deggendorf wie etwa Bühnenaufbauer seien möglicherweise Scheinselbstständige. Wie die Behörde mitteilte, könnten den Krankenkassen dadurch Sozialversicherungsbeiträge in vermutlich sechsstelliger Höhe vorenthalten worden sein.

Bei der Durchsuchung der Privat- und Geschäftsräume seien am Dienstag und Mittwoch “Unterlagen in erheblichem Umfang“ beschlagnahmt worden. Beamte befragten außerdem rund 50 Mitarbeiter als Zeugen. Die meisten von ihnen gaben nach Zollangaben an, selbstständig ein Gewerbe zu führen. Sie hätten allerdings lediglich die Agentur als Auftraggeber vorweisen können. Es seien Räume in ganz Bayern durchsucht worden, der Schwerpunkt der Aktion sei aber der Großraum München gewesen. Die Agentur sei bereits im Mai und August durchsucht worden.

“Die Beweismittel müssen jetzt ausgewertet werden“, sagte Utler. Der Behörde zufolge förderten die Durchsuchungen auch Zufallsfunde wie Waffen und Drogen zutage. Anfangs war von mehreren Agenturen die Rede gewesen.

dpa

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