Neonazi-Aufmarsch in Hof: Eilantrag bei Gericht

Hof/Bayreuth - Rechtsextreme wollen in Hof einen Neonazi-Aufmarsch trotz eines Verbots der Stadt durchsetzen. Die Neonazis vertrauen auf die Hilfe der Justiz.

Beim Verwaltungsgericht Bayreuth sei ein Eilantrag und eine Klage zur Aufhebung des Verbotsbescheids der Stadt Hof eingegangen, sagte eine Justizsprecherin am Mittwoch. Die Kammer werde nun die Unterlagen prüfen.

Der Aufmarsch war für den 1. Mai geplant, als Veranstalter trat das “Freie Netz Süd“ auf, das nach Einschätzung des Verfassungsschutzes mit 100 bis 150 Mitgliedern die derzeit größte rechtsradikale Gruppe in Bayern ist. Die Stadt Hof hatte die Demonstration jedoch kurz vor Ostern verboten.

Dass die Anmelder des Aufmarsches nun juristisch gegen die Entscheidung der Stadt vorgehen, habe man erwartet, sagte ein Sprecher der Kommune. Bereits genehmigt hat die Stadtverwaltung zwei Gegendemonstrationen am 1. Mai. Sie sollen auf jeden Fall stattfinden - egal, ob der Neonazi-Aufmarsch verboten bleibt oder doch noch gestattet wird.

dpa

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