Behandlungsfehler

Patient verblutet: Prozess gegen Arzt eingestellt

Passau - Das Passauer Landgericht hat das Verfahren gegen den Arzt eingestellt, der einen Patienten zu früh nach Hause geschickt hatte: Der Mann war an einer Gehirnblutung gestorben.

Der Mediziner hatte den völlig betrunkenen Mann wegen einer Kopfplatzwunde behandelt. Der Patient war in die Notaufnahme des Kreiskrankenhauses nach einem Sturz gebracht worden. Der Arzt hatte den Betrunkenen zwar röntgen lassen, den Mann dann aber nach Hause gehen lassen. Dort starb der Patient nach etwa zwölf Stunden an einer offenbar durch den Sturz verursachten Gehirnblutung.

In erster Instanz hatte das Amtsgericht den Mediziner noch zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er die Unfallfolgen nicht ausreichend untersucht habe. Wie das Landgericht am Donnerstag berichtete, kann allerdings nicht eindeutig festgestellt werden, wie lange der Patient bei einer korrekten Behandlung sicher überlebt hätte. Die Strafkammer stellte deswegen das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung nach Zahlung von Geldauflagen ein.

dpa

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