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Wacher Blick: Michael Deuringer ist Privatdetektiv. 

Pfingstmission

In verdeckter Mission

Pfingsten ist das fest der Missionen: Michael Deuringer ist in verdeckter Mission unterwegs.

Redet Michael Deuringer über die RTL-II-Serie „Privatdetektive im Einsatz“, fängt er an zu schimpfen. Allein, dass der Ermittler einen Geländewagen fährt: „Der ist doch viel zu auffällig“, sagt der 31-Jährige. Seit drei Jahren ist er Privatdetektiv. Er ist gut 1,90 Meter groß, hat lange blonde Haare und sieht aus wie ein Mix der Serienhelden Ingo Lenßen und Dog Chapman. Doch die Parallelen sind rein optisch. TV-Detektive begehen ständig Straftaten, er nicht. Wenn Klienten so etwas von ihm fordern, lehnt er ab. Deuringer denkt sogar darüber nach, RTL II zu verklagen. Diese Serien seien ja geschäftsschädigend, ätzt er.

Sein Beruf ist spannend, aber bei Weitem nicht so gewalttätig wie im Fernsehen. Eine Pistole hat Deuringer nie dabei. Mit Waffe am Gürtel könne er sich schlecht als Bürokaufmann ausgeben. Im Notfall hilft ihm seine Nahkampfausbildung. „Ein Detektiv ist dazu verdammt, im Verdeckten zu arbeiten“, sagt er. Der Job ist hart, er hofft, dass er mit 45 nur noch Papierkram machen muss. Aber er liebt seine Arbeit. „Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man ein Arschloch an die Wand knallen kann“, sagt er. Er meint: Es sei toll, jemanden zu überführen.

Früher war Deuringer Personenschützer bei der Militärpolizei. Die Erfahrung und die Kontakte von damals helfen ihm nun. Viele Detektive haben keine solche Ausbildung. Daher komme das schlechte Image: Es gebe viele schwarze Schafe. Deuringer plädiert für ein System lizensierter Berufsdetektive wie in Österreich. Denn: „Ohne Vorbildung ist man im Job aufgeschmissen.“

Jakob Stadler

Mit dem Aufzug ins All

 

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