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In dieser Unterführung traf der Täter auf das 12-jährigre Mädchen und verschleppte es in ein nagelegens Gartenhaus.

Ist der Vergewaltiger von Ansbach ein Serientäter?

Ansbach - Nach der Vergewaltigung einer 12-jährigen Schülerin in Ansbach ist der mutmaßliche Täter gefasst. Es gibt Anzeichen dafür, dass er für weitere Sexualstraftaten verantwortlich ist.

Neue Ergebnisse:

Polizei und Staatsanwaltschaft wollen heute Mittag Einzelheiten ihrer Ermittlungen bekanntgeben.

Keine 24 Stunden nach der Entführung einer 12-jährigen Schülerin in Ansbach ist der Kripo am Samstag der mutmaßliche Täter ins Netz gegangen. Noch am Abend erging gegen den 25 Jahre alten Deutschen Haftbefehl wegen Vergewaltigung. Möglicherweise sitzt nun ein brutaler Serientäter hinter Schloss und Riegel.

Bilder vom Tatort

Ansbach: Schülerin (12) missbraucht

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Ansbacher Vergewaltiger gefasst - Opfer (12) zuhause

Freitagnachmittag in der Ansbacher Innenstadt, keine 400 Meter von dem Gymnasium entfernt, das im September Schauplatz eines Amoklaufes war: Sabine (12, Name geändert) ist auf dem Heimweg vom Musikunterricht. Im so genannten „Mausloch“, einer unheimlichen Unterführung am Onolzbach, begegnet das Mädchen einer massigen Gestalt. Kein Zeuge bekommt mit, wie der 1,80 Meter große Mann mit weißer, pelzbesetzter Jacke das Kind packt und mit sich schleift.

Der Mann zerrt Sabine hinter sich her – über die belebte Schalkhäuser Straße, am Bahndamm entlang, zu einem Gartenhäuschen am Hohenzollernring. Polizeisprecher Stefan Schuster (43): „Hier verging sich der Mann an der Schülerin.“ Zwei Stunden dauerte das Martyrium des Opfers. Unfassbar: Danach begleitete der Täter die schwer am Kopf verletzte Schülerin auf dem gleichen Weg, den sie gekommen waren, zurück. Polizeihauptkommissar Schuster: „Er lief mit dem Opfer zurück zum Ausgangspunkt der Tat und weiter zum Angletplatz, wo er das Mädchen freiließ.“ Dann floh er in Richtung Feuchtwangen – während das Kind nach Hause rannte und sich den Eltern anvertraute.

Bayerns unheimliche Phantome

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Noch am selben Abend konnte Sabine, die sofort ins Krankenhaus gebracht wurde, den Ermittlern eine sehr präzise Täterbeschreibung geben: Der Mann war zirka 20 Jahre alt, hatte eine kräftige Figur, trug Blue-Jeans und Jacke mit zahlreichen aufgedruckten Pfeilen – und hatte einen ungepflegten Irokesenschnitt, durchsetzt mit rosa Farbe.

Mehrere Passanten hatten den Mann ebenfalls im Tatzeitraum gesehen. Schon am Samstag gegen 14.30 Uhr erfolgte daraufhin der Zugriff in einer Ansbacher Wohnung. Der nach Zeugenhinweisen festgenommene 25-Jährige kam zur Vernehmung und kriminaltechnischen Untersuchung mit auf die Wache. Polizeisprecher Schuster: „Er hat Angaben gemacht.“

Vor allem die auffällige Frisur des Mannes elektrisierte die Fahnder. Denn vor kaum zwei Jahren hatte ein Mann, auf den die Ansbacher Täterbeschreibung wie die Faust aufs Auge passt, schon einmal zugeschlagen – im 150 Kilometer von Ansbach entfernten Stockstadt (bei Aschaffenburg). Damals war eine Joggerin (18) brutal vergewaltigt worden. Die DNA desselben Täters, von dem ein prägnantes Phantombild angefertigt wurde, konnte auch bei Vergewaltigungen in Zapfendorf bei Bamberg (5. Februar 2008) und in Kiedrich (Hessen, 10. Februar) gesichert werden.

Auf die Kripo in Ansbach kommt nun viel Arbeit zu. Kommissar Stefan Schuster: „Bei so schweren Delikten werden ähnlich gelagerte Fälle und Parallelen natürlich überprüft.“ Vorsorglich wurde dem mutmaßlichen Vergewaltiger von Ansbach am Samstag bereits eine Speichelprobe zum DNA-Abgleich entnommen.

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