Vergewaltigung durch Asylbewerber

Unfassbarer Fall: Polizei warnt vor Fake-News

Mühldorf - Unglaubliche Falschnachrichten über eine angebliche Vergewaltigung werden im Landkreis Mühldorf verbreitet. Die Polizei geht massiv dagegen vor.  

Es ist schlimm genug, welche Dinge auf dieser Welt tagtäglich passieren. Dass manche Menschen dann auch noch schreckliche Grausamkeiten erfinden und sie auf Facebook verbreiten, ist schlichtweg unglaublich. Aber es passiert immer wieder.

Im sozialen Netzwerk kursiert das Gerücht, dass ein Asylbewerber in der Region Mühldorf jemanden vergewaltigt haben soll. Wie innsalzach24.de berichtet, lautet es folgendermaßen: Eine Frau soll angeblich von ihrer Tochter erfahren habe, dass die Nachbarin von deren bester Freundin gesagt habe, dass jetzt eine 17-Jährige ins Mühldorfer Krankenhaus eingeliefert worden sei. 

Als Grund gab sie eine brutale Vergewaltigung durch einen Asylbewerber an. Der Täter soll so brutal vorgegangen sein, dass dem Opfer ein künstlicher Darmausgang gelegt und eine Notoperation durchgeführt werden musste.

Ziemlich kranker Mist, den sich da irgendjemand überlegt hat. Denn es ist laut Polizei klar: Der Fall ist vollkommen frei erfunden! Mit einem Facebook-Post stellt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd das klar - und bedankt sich bei den OVB Heimatzeitungen für die Hinweise:

Bereits im Vorjahr gab es eine ähnliche Fake-Nachricht zur Vergewaltigung einer 7-Jährigen

Die Wortwahl ähnelt im Übrigen einer Fake-Nachricht aus dem vergangenen Jahr - damals sollte eine 7-Jährige Opfer einer Vergewaltigung in Traunstein gewesen sein.

Die sich immer mehr verbreitenden Fake-News (auch „Hoax“ genannt) auf Facebook, beschäftigen mittlerweile auch die Politik. Das Bundesinnenministerium will der Verbreitung von Falschnachrichten einem Bericht des Spiegel zufolge mit einem „Abwehrzentrum gegen Desinformation“ begegnen

„Da der Schwerpunkt bei der Öffentlichkeitsarbeit liegt, sollte die Federführung für diese zu schaffende Bündelungseinheit beim Bundeskanzleramt (Bundespresseamt) angesiedelt werden“, zitierte das Magazin aus einem „aktuellen Vermerk“ von Beamten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der dem Nachrichtenmagazin vorlag.

kg

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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