Vergewaltigung einer 12-Jährigen: 11 Jahre Haft

Landshut -Auf dem Weg zum Tennisplatz reißt der Mann das Mädchen vom Rad und zerrt es in sein Auto. In seiner Wohnung missbraucht er sie und setzt sie später im Wald aus. Dafür muss der 35-Jährige lange ins Gefängnis.

hre Hände waren gefesselt, die Augen verbunden - drei Stunden lang musste die Zwölfjährige aus Eching im Landkreis Freising den Missbrauch des Mannes ertragen. Anschließend setzte er das Mädchen in einem Waldstück aus, wo es schließlich gefunden wird. Fast neun Jahre nach der Tat hat das Landgericht Landshut am Donnerstag einen 35-Jährigen aus Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) zu elf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt - wegen Geiselnahme, schwerer Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauchs.

“Der Angeklagte hat die Taten im Prozessverlauf umfassend eingeräumt“, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Landshut, Andreas Wiedemann, am Donnerstag. Demnach hatte er das Mädchen, das auf dem Weg zum Tennisplatz war, im August des Jahres 2003 vom Fahrrad gerissen und in sein Auto gezerrt. Gefesselt an Händen und Füßen, geknebelt und die Augen verbunden verschleppte er die Zwölfjährige in sein etwa 60 Kilometer entferntes Wohnhaus im niederbayerischen Pfeffenhausen, wo er sie stundenlang missbrauchte. Danach setzte der damals 26-Jährige die 12-jährige gefesselt in einem Waldstück ab, wo eine Schäferin sie fand.

Neun Jahre lang hatte die Polizei keine Spur von dem Täter. Erst durch ein weiteres Sexualdelikt konnten die Beamten den Mann festnehmen. 2009 wurde gegen den Niederbayern wegen des Verdachts der Vergewaltigung seiner damaligen Lebensgefährtin ermittelt. “Die in diesem Zuge genommene Speichelprobe des Mannes führte zu einem Treffer in der Datenbank des Landeskriminalamtes“, betonte Richter Andreas Wiedemann. Bei dem Missbrauch an der Zwölfjährigen hatte der Mann seine genetischen Fingerabdruck sowohl an ihrer Kleidung als auch unter ihren Fingernägeln hinterlassen.

dpa

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